FAQ - häufig gestellte Fragen nach Einzug des Hundes

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige wichtige und hilfreiche Informationen und Tipps an die Hand geben, um Ihnen die erste Zeit mit Ihrem neuen Familienmitglied zu erleichtern. 

Ein (neuer) Hund zieht ein! Was nun?

Mit jedem Hund zieht ein eigenständiges Individuum ein. Reaktionen und Verhaltensweisen sind abhängig von Faktoren wie z.B. Charakter und Alter, aber auch von der jeweiligen Geschichte und Erfahrungen sowie vom äußeren Umfeld, welches sich mit dem Umzug in eine eigene Familie dramatisch verändert.

Pauschale Antworten und Lösungen, die immer passen, kann es also gar nicht geben.

Mit jedem Einzug können verschiedene Probleme auftreten, müssen aber natürlich nicht auftreten.

Für den Hund ist erst einmal alles neu und ungewohnt.

Ein gutes Mensch-Hund-Team entwickelt sich nicht über Nacht, sondern ist das Ergebnis von Training, Zeit und positiven gemeinsamen Erfahrungen.

Vor allem für die Anfangszeit gilt: Ruhe, Zeit und Verständnis für alle Seiten haben oberste Priorität. Der Hund muss erst lernen, wie der neue Alltag aussieht
und was erwartet wird – und der Mensch muss lernen, dem Hund den Alltag zu zeigen.

Fehler und Kommunikationsschwierigkeiten gehören dazu.

Die Erwartungen sollten möglichst niedrig und möglichst realistisch sein – umso mehr freut man sich dann über die positiven Entwicklungen!

Unsere FAQ-Rubrik soll dabei helfen, in den neuen Alltag zusammen hineinzufinden und erste, wichtige Basisinformationen zu relevanten Themen und Fragestellungen liefern.

Weitere interessante Links rund um das Thema Hund und Hundetraining finden Sie auch in einem von uns erstellten Sammel-Link-Dokument:

Tipps und Tricks zum Hundetraining

Erziehungsfragen und Kommunikation

Kennt der Hund das Autofahren?

Im Regelfall kennt der Hund das Autofahren nicht. Auch die Transportfahrt ist nicht als erste Autofahrerfahrung zu werten und wird sich nicht positiv auf die Fähigkeit des Hundes auswirken, entspannt Auto zu fahren. Daher ist es sinnvoll, im Rahmen der Eingewöhnung auch das Autofahren zu üben.

Beim ersten Kontakt mit dem Auto bietet es sich an, den Hund lediglich für das eigenständige Einsteigen ins Auto zu loben und zu belohnen. In weiteren Schritten kann man dem Hund beispielsweise einen Kauknochen im Auto geben, um eine positive Verknüpfung herzustellen, bevor man dann im letzten Schritt die erste Fahrt unternimmt. Da viele Hunde keine Probleme mit dem Autofahren haben, ist diese Herangehensweise nicht bei allen Hunden notwendig. 
Trotzdem ist es sinnvoll, in dieser Weise zu verfahren, um ggf. auftretenden Problemen und auch einer negativen Verknüpfung vorzugreifen.
Vielen Hunden fällt ein Transport in einer Hundetransportbox leichter. Es ist allerdings sinnvoll, sich diese erst nach Ankunft des Hundes anzuschaffen, um die richtige Größe zu kaufen.

Wie lange dauert es, bis der Hund stubenrein ist?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Grundsätzlich ist nicht davon auszugehen, dass die Hunde stubenrein sind, wenn sie in ihr neues Zuhause ziehen. Wie lange es tatsächlich dauert, bis der Hund stubenrein ist, ist abhängig von einer Vielzahl von Faktoren wie z.B. Alter, Geschlecht und Vorgeschichte. Im Regelfall erlangen erwachsene Hunde innerhalb von wenigen Wochen die Stubenreinheit. Hierzu sollten zu Beginn öfter kurze Spaziergänge vorgenommen werden, um dem Hund die Möglichkeit zu geben sich zu lösen. 
Wenn die ersten Geschäfte draußen erledigt werden, sollte man den Hund dafür loben, um für ihn verständlich zu machen, dass dort der richtige Ort dafür ist. Mit dem Loben sollte man allerdings erst anfangen, wenn der Hund fast fertig mit seinem Geschäft ist, damit er nicht abbricht, sobald er die Stimme des Menschen hört. Sollte zu Beginn das ein oder andere Missgeschick in der Wohnung passieren, sollte der Hund auf keinen Fall dafür bestraft werden.
Er tut dies nicht, um seine Menschen zu ärgern oder Ähnliches. Passiert ein Missgeschick in der Wohnung, so sollte dies einfach kommentarlos ohne großes Aufsehen weggewischt werden und ggf. desinfiziert werden, um den Uringeruch zu entfernen, damit dieser Ort nicht als Pinkelstelle im Gedächtnis bleibt.

Oftmals ist das Stresslevel der Hunde hoch, sodass sie nicht in der Lage sind, sich draußen zu lösen. Sollte es dem Hund zu Beginn nicht möglich sein, sich auf dem regulären Spaziergang zu lösen, kann der Garten oder eine geschützte Grünfläche ein sinnvoller Zwischenschritt sein. Hier gelingt es den Hunden oftmals besser, sich zu lösen. Weiterhin kann es helfen, den Hund an längerer Leine zu führen, da dies ihm die Möglichkeit gibt, sich zurück zu ziehen. 
Generell gilt: auch dieses Problem löst sich oftmals innerhalb der ersten Wochen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Besuch der Hundeschule?

Vorab empfehlen wir jedem, egal ob Ersthundehalter oder nicht, eine Hundeschule zu besuchen. Hierbei geht es nicht ausschließlich darum, dem Hund Grundkommandos beizubringen. In einer Hundeschule lernen wir Menschen, wie unsere Hunde lernen. Der Hund lernt, auf seine Menschen zu achten und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Das sorgt einerseits für die zwingend erforderliche geistige Auslastung des Hundes und stärkt andererseits die Bindung zwischen Mensch und Hund.
In jedem Fall sollte eine Hundeschule gewählt werden, die „positiv“ trainiert. Erziehungsmethoden, die auf Rangordnung, Dominanztheorien oder Strafe beruhen, sind längst überholt. Der richtige Zeitpunkt zum Besuch einer Hundeschule ist von dem einzelnen Individuum abhängig. In jedem Fall sollte die erste Eingewöhnungsphase abgeschlossen sein, sodass ca. zwei bis vier Wochen nach Einzug als Anhalt genommen werden können. Ob über den klassischen  Anfängerkurs“ hinaus weitere Angebote einer Hundeschule genutzt werden wollen (z.B. für Hundesport), das entscheidet jedes Mensch-Hunde-Team für sich und ist natürlich auch hier wieder abhängig vom jeweiligen Hundetyp. Es gibt mittlerweile eine tolle Vielfalt an Sport-und Beschäftigungsmöglichkeiten – und ein nicht nur körperlich, sondern auch geistig ausgelasteter Hund entspannt auch den Mensch-/Hunde-Alltag und beugt Problemverhalten vor.

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Seit mein Hund bei mir eingezogen ist, steht er permanent unter Strom und kommt überhaupt nicht zur Ruhe. Was soll ich machen?

Auch das ist eine Reaktion auf den Einzug ins neue Zuhause. Nach der stressigen Zeit im Tierheim und der anstrengenden Fahrt kommen die Hunde in eine neue Umgebung. Die Menschen, die Wohnung, die Umweltgeräusche, ggf. andere Tiere: Alles ist neu. Alles, was sie bis dahin kannten, ist nicht mehr da. Dass der Weg sie in ein besseres Leben geführt hat, das müssen sie erst einmal lernen. Deswegen reagieren nicht wenige Hunde mit Unruhe (die sich z.B. auch durch starkes Hecheln bemerkbar macht) und Stress auf die neue Situation.

Es sollte aktiv darauf geachtet werden, dass der Hund zur Ruhe kommt. Hierzu kann es z.B. sinnvoll sein, dem Hund mit einem Kauartikel oder einem gefüllten Kong in einem Raum abseits vom Trubel zu beschäftigen. Auch ist es immer sinnvoll, unabhängig von dieser Problematik, dem Hund eine Ruhezone einzurichten. In dieser Ruhezone wird der Hund in Ruhe gelassen und es findet keine Interaktion statt – weder mit seinem Menschen, noch mit anderen Tieren. 
Unabhängig vom Stress der Eingewöhnung gibt es Hunde, denen es schwer fällt, zur Ruhe zu kommen. Mit diesen Hunden sollte Ruhe gezielt geübt und ein Deckentraining vorgenommen werden.

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Mein Hund knurrt, wenn ich ihm etwas wegnehmen will. Wie soll ich mich verhalten?

Das Knurren ist, genau wie das Bellen und weitere körpersprachliche Verhaltensweisen, normaler Teil der hündischen Kommunikation. Wenn der Hund knurrt, weil der Mensch oder ein anderer Hund ihm ein Spielzeug wegnehmen will, sagt er lediglich, dass er das nicht möchte. Sollte man nun laut werden und dem Hund den Gegenstand einfach weggenehmen, kann das dazu führen, dass der Hund für sich lernt, dass er deutlichere Mittel der Kommunikation (z.B. lauter knurren, schnappen, beißen) nutzen muss, weil sein Gegenüber unterschwelligere Zeichen nicht versteht oder beachtet. Daher sollte man, wenn man dem Hund Gegenstände wegnehmen möchte, diese lieber gegen etwas Hochwertigeres (z.B. besseres Futter, tolles Spielzeug) tauschen. So lernt der Hund, dass es gut ist, mit dem Menschen zusammenzuarbeiten und dass es sich lohnt, Dinge abzugeben. Die Bereitschaft zur Interaktion mit dem Menschen steigt.

Mein Hund knurrt, wenn ihm jemand zu nah kommt. Wie soll ich mich verhalten?

Auch hier gilt: Das Knurren ist, genau wie das Bellen und weiteren körpersprachlichen Verhaltensweisen, normaler Teil der hündischen Kommunikation. Es ist gut und wichtig, dass Hunde kommunizieren (dürfen), und wir Menschen müssen lernen, die verschiedenen Arten der Kommunikation richtig zu deuten und mit unserem Hund in Interaktion zu gehen. Viele der Hunde aus dem Tierheim kennen menschliche Berührungen nicht nur als etwas Positives und reagieren deswegen am Anfang mit Abwehr auf ein „zu nahe kommen“ oder menschliche Berührungen. Der Hund muss vielleicht erst lernen, dass die Nähe zum Menschen keine Gefahr (mehr) darstellt. 
Insbesondere in den ersten Tagen ist der Hund damit beschäftigt seine neue Umgebung kennenzulernen und zu verarbeiten. Ähnlich wie Menschen, die sich in Prüfungssituationen befinden, ist der Hund vollauf damit beschäftigt mit der Situation und empfindet körperliche Annäherungen ggf. als störend. Sollte der Hund anfangs also mit Ablehnung und Knurren auf Nähe oder Berührungen reagieren, ist Folgendes wichtig: den Hund nicht bestrafen und nicht bedrängen. Dies gilt ganz besonders auch in der Ruhezone (siehe weitere Informationen auch unter „Seit mein Hund bei mir eingezogen ist steht er permanent unter Strom…“) und wenn der Hund schläft – hier sollte der Hund ohnehin nicht bedrängt, sondern in Ruhe gelassen werden. 
Nähe entsteht von ganz allein, wenn man sich und dem Hund Zeit gibt. Für den Anfang reicht es vollkommen aus, sich in Hundenähe aufzuhalten, sich in Ruhe hinzusetzen und den Hund kommen zu lassen. Nicht jeder Hund ist gleich kuschelbedürftig, hier kann man nichts erzwingen. Das sollte unbedingt akzeptiert werden.

Zurückhaltung gilt auch und insbesondere für Besucher und Gäste. Für Familien mit Kindern ist es wichtig, auch den Kleinsten zu erklären, dass kein Kuscheltier, sondern ein Lebewesen eingezogen ist. (Kinder und Hund sollten anfangs nie zusammen alleine gelassen werden.) Insgesamt gilt als Faustregel, dass der Hund entscheidet, wieviel Nähe und in welchem Tempo er diese zulassen will.

Gibt es Dinge, die man bei der Zusammenführung mit meinem vorhandenen Hund beachten muss?

Zur Vergesellschaftung von dem neuen Hund mit bereits vorhandenen Hunden haben wir ein eigenes Infoblatt zusammengestellt.

Vergessellschaftung mit vorhandenem/vonhandenen Hund(en) (PDF 525 KB)

Gibt es Dinge, die man bei der Zusammenführung mit vorhandenen Katzen beachten muss?

Zur Vergesellschaftung von Hunden und Katzen haben wir ein eigenes Infoblatt zusammengestellt.

Vergesellschaftung von Hund und Katze (PDF 2,02 MB)

Mein Rüde markiert in der Wohnung. Habe ich ein Rangordnungsproblem?

Die neue Umgebung mit den vielen Gerüchen und ggf. bereits vorhandenen Hunden stellt für einen Rüden zunächst einmal eine große Versuchung dar, seiner Natur zu folgen und seine Anwesenheit durch seinen Duft kenntlich zu machen. Im Normalfall legt sich dieses Bedürfnis schon nach 1-2 Tagen. Recht schnell ist man in der Lage, bereits erste Anzeichen zu erkennen, die darauf hindeuten, dass der Hund gleich markieren wird. Dann sollte das Verhalten bereits im Vorhinein durch ein „Nein“ unterbrochen werden. Sollte der Hund bereits mit dem Markieren begonnen haben, empfiehlt es sich, das Verhalten durch Rufen zu unterbrechen und den Hund am Geschirr zu nehmen, um ihn wegzuführen. Hat der Hund erst einmal markiert, sollte man den Urin mit einem geruchsbeseitigenden Reiniger entfernen, um die Wahrscheinlichkeit von zukünftigem Markieren nicht zu erhöhen. Entgegen der teilweise vertretenen Meinung hat das Markieren nichts mit Rangordnungsproblemen zu tun. Menschen und Hunde leben untereinander nicht in einem Rangordnungsverhältnis, da der Hund einen Menschen als andere Spezies erkennt. Die neusten Straßenhundforschungen zeigen außerdem, dass Hundegruppen sowieso eher nicht in einem Rangordnungsverhältnis untereinander leben, sondern ihnen einzelne Ressourcen wichtig sind. Daher ist es sowieso nicht sinnvoll, den Begriff Rangordnung im Zusammenleben mit seinem Hund überhaupt zu nutzen oder gar danach zu trainieren.

Kann der Hund bereits alleine bleiben? Wie trainiere ich das Alleinbleiben?

Das Alleinbleiben muss mit jedem Hund neu trainiert werden. Der Hund kennt es nicht, in einer fremden und neuen Umgebung alleine zu sein. Auch, wenn der Hund z.B. auf einer Pflegestelle bereits alleine bleiben konnte, so muss dies im neuen Heim neu trainiert und neu aufgebaut werden – wie lange es dauert, das lässt sich nicht pauschalisieren und ist abhängig vom einzelnen Hund und auch dessen Vorgeschichte. Damit das Alleinbleiben nicht negativ verknüpft wird, empfiehlt es sich, dies behutsam zu testen und zu trainieren. Klappt es direkt auf Anhieb gut? Umso besser! Manche Hunde brauchen zum Alleinsein einen eher kleinen, geschützten, abgetrennten Bereich/ Raum, andere Hunde bleiben auch problemlos im ganzen Haus ruhig – auch das ist einfach Hundetyp-abhängig. Wichtig ist, dass der Hund die Zeit des Alleinbleibens als Ruhezeit empfindet und nicht über Haus und Hof wachen möchte/ muss. 
Hierbei empfiehlt es sich für geräuschempfindliche Hunde beispielsweise, die Rollos herunterzulassen und ein Radio laufen zu lassen, um den Hund von Umwelteinflüssen von draußen zu isolieren.

Wie lange der Hund anfangs oder dann später alleine bleiben kann, lässt sich ebenfalls nicht pauschal sagen. Manchen Hunden fällt das Alleinbleiben leichter als anderen! Zum Üben und auch Testen empfiehlt es sich, immer mal wieder beiläufig Türen zu schließen und zu öffnen, kurz hinauszugehen und dann direkt wieder hereinzukommen. Der Hund muss es als völlig normal empfinden, dass Mensch zwar immer mal geht, aber eben auch wieder zurückkehrt. Je nachdem wie (un-) entspannt der Hund auf die ersten kurzen Ausflüge reagiert, kann in kleinen Schritten weitergearbeitet werden. Bis das Alleinbleiben wirklich „sitzt“, kann einige Zeit vergehen. Es kann hilfreich sein, dem Hund, wenn er alleine bleibt, einen Kauartikel (Kong o.ä.) als Beschäftigung zu geben. Dies lenkt den Hund einerseits ab und lässt ihn andererseits das Alleinbleiben mit etwas Positiven verknüpfen. Gerade für die erste Zeit ist nicht davon auszugehen, dass der Hund schon lange Zeiten alleine bleiben kann. Deswegen sollte man für die Anfangszeit definitiv einen guten Betreuungsplan aufstellen, um sich selbst und dem Hund unnötigen Stress zu ersparen!

Betreuen Sie Ihren Familienzuwachs in den ersten Tagen nicht 24/7, sozusagen als „Schonfrist“ oder Eingewöhnungszeit, und gehen dann nach einigen Tagen Urlaub auf einmal wieder Ihrem normalen Tagesablauf nach. Das Alleinbleiben muss von Tag 1 an langsam geübt werden!

Wie gewöhne ich den Hund ans Bus- und Bahnfahren?

Bus- und Bahnfahren kennen die Hunde in der Regel nicht. Unabhängig davon, ob der Hund regelmäßig mit in Bus, Bahn oder Zug sitzen soll, kann es sinnvoll sein, dies zu trainieren und positiv zu verknüpfen. So ist man im Fall der Fälle gerüstet. Wie auch beim Autofahren – und nahezu jedem anderen neuen (Umwelt-) Einfluss – sind Tempo und Zeitpunkt abhängig zu machen vom einzelnen Hund. Sinnvoll ist es, als ersten Schritt das Warten an der Haltestelle zu üben und z.B. auch einfach Bus/ Bahn/ Zug vorbeiziehen zu lassen – man sollte also für die ersten Versuche noch kein konkretes Ziel und auch keinen zeitlichen Termin haben. Reagiert der Hund generell entspannt, so können erste „Fahrversuche“ unternommen werden. Dafür einfach einsteigen und einige Haltestellen fahren – ruhiges Verhalten gerne loben und mit Leckerchen belohnen. Wird geclickert oder ein Markerwort genutzt, so kann dies hier natürlich gerne eingesetzt werden. Nach Möglichkeit sollte der Sitzplatz so gewählt werden, dass der Hund zur Ruhe kommen kann und nicht unmittelbar mit den Bewegungen von anderen Fahrgästen oder Hunden konfrontiert wird. Hier kann es Sinn machen, sich so zu positionieren, dass der Mensch seinen Hund „abschirmt“. Generell gilt: während der Fahrt ist „Ruhezeit“ und keine Action, andere Passagiere/ Hunde werden in Ruhe gelassen und lassen den Hund bitte auch in Ruhe.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Hunde bei einer unserer Fahrten oder bei der Abholung auf einer Pflegestelle NICHT mit Bus- und Bahn abgeholt werden können, sondern die Abholung durch einen PKW Voraussetzung für uns ist. Bus und Bahn fahren muss geübt werden und überfordert viele Hunde sehr, so dass eine solche erste Abholung viel zu gefährlich und viel zu überfordernd für den Hund wäre.

Alle im Familien- und Freundeskreis sind aufgeregt und wollen den neuen tierischen Mitbewohner natürlich schnell kennenlernen. Abwann können Besucher kommen, auf was muss ich achten und welches Vorgehen ist sinnvoll?

Es ist verständlich, dass Freunde und Verwandte den neuen tierischen Mitbewohner auch kennenlernen möchten. Aber auch hier ist die oberste Regel: alles in Ruhe und in Maßen und natürlich auch abhängig vom Stresslevel, bzw. (Un-) Ruhezustand des jeweiligen Hundes. Zunächst einmal sollte man den Hund im neuen Zuhause ankommen und die eigene Familie kennenlernen lassen. Für externe Besucher ist danach immer noch Zeit. Natürlich soll der Hund lernen, dass Besuch etwas „Normales“ ist und dazu gehört – inwieweit der Hund sich dem Besuch aber nähert und ob er sich streicheln lassen möchte, das entscheidet der Hund. 
Hier gilt: Besucher sollten den Hund am besten zunächst nicht aktiv beachten und auch nicht ungefragt anfassen und schon gar nicht bedrängen. Es gibt Hunde, die können ihr Leben lang gut auf „Eindringlinge“ verzichten. Hier ist es Aufgabe des Menschen, den Hund und die Gäste zu schützen und Lösungen zu finden, die ein Zusammensein für alle Parteien entspannt möglich machen. Auch hier haben sich Raumtrenngitter bewährt, durch die der Hund alles beobachten und dabei sein kann, ohne aber direkt im Geschehen zu sein. Außerdem gilt zunächst:
lassen Sie einen neu eingezogenen Hund nicht mit Besuchern alleine. Wenn Sie den Raum verlassen müssen, nehmen Sie den Hund anfangs lieber mit.

Der Hund reagiert auf alle Geräusche (z.B. im Treppenhaus). Wie gehe ich damit um?

Dass der Hund auf Geräusche reagiert und fremde Geräusche meldet, kann im Mehrparteienhaus unangenehm sein, ist aber zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Gerade Hunde aus dem Tierheim müssen sich zunächst an die neue Umgebung und die damit verbundenen Geräusche gewöhnen. In der Regel passiert dies recht schnell und bekannte, normale Geräusche werden dann auch schnell als solche erkannt und der Hund reagiert nicht mehr darauf. Alles darüber hinaus funktioniert über die Erziehung und positive Bestärkung.

Muss ich meinem Hund zeigen, dass ich der Chef bin und welchen Platz er in der Rangordnung hat?

Menschen und Hunde leben untereinander nicht in einem Rangordnungsverhältnis, da der Hund einen Menschen als andere Spezies erkennt. Die neusten Straßenhundforschungen zeigen außerdem, dass Hundegruppen ohnehin nicht in einem Rangordnungsverhältnis untereinander leben und es keinen „Alpha“ gibt, sondern jedem Hund einzelne Ressourcen wichtig sind. Daher ist es nicht sinnvoll, den Begriff Rangordnung im Zusammenleben mit seinem Hund überhaupt zu nutzen oder gar danach zu trainieren. Trainingsmethoden wie der „Alphawurf“ oder Mythen, wie dass der Hund nicht auf die Couch oder nie zuerst durch die Tür darf, sind veraltet und entsprechen nicht einem harmonischen Zusammenleben zwischen Mensch und Hund. 
Ein Hund würde einen anderen Hund auch niemals dazu erziehen, z.B. nicht jagen zu gehen, sich nicht zu wälzen, etc., so dass es wenig Sinn macht, einen Hund so zu behandeln, wie ein anderer Hund ihn behandeln würde. Eine Mensch-Hund-Beziehung sollte auf gegenseitigem Respekt und Liebe beruhen und nicht auf Dominanz und Unterordnung. 
Selbstverständlich ist es wichtig, den Hund zu erziehen und ihm auch Grenzen beizubringen, was aber durchaus freundlich, klar und fair für den Hund passieren kann. Wenn man das Gefühl hat, dass ein Hund Regeln und Grenzen nicht akzeptieren kann, sollte man sich unbedingt professionelle Unterstützung in Form von gut ausgebildeten Hundetrainern holen und sich nicht auf irgendwelche „Tipps“ von Bekannten oder Trainingsmethoden aus dem TV verlassen.

Ernährungsfragen

Mein Hund frisst mäkelig bzw. verweigert das Fressen. Ist das normal?

Es ist zunächst nichts Ungewöhnliches, dass der Hund in den ersten Tagen wenig oder auch nichts frisst. Dies ist oft der Tatsache geschuldet, dass die Eingewöhnung in sein neues Zuhause mit vielen neuen Eindrücken verbunden ist und diese zu Stress bei dem Hund führen können. 
Weiterhin sind die Hunde aus dem Tierheim die Ernährung durch Nahrungsmittelabfälle gemischt mit Hundefutter gewöhnt, sodass sie sich oft zunächst an die Konsistenz und den Geschmack von ihrem neuen Futter gewöhnen müssen. Hier gilt es, keinen unnötigen Druck aufzubauen und vor allem den Hund nicht durchgehend zu beobachten, sondern auch einfach mal mit dem Futter alleine zu lassen. Im Regelfall sollte sich diese Problematik innerhalb von wenigen Tagen von alleine erledigen. In dieser Zeit ist es sinnvoll, regelmäßig Futter anzubieten und dem Hund die Möglichkeit zu geben, dies an einem geschützten Ort und ungestört von Menschen sowie anderen Hunden zu fressen.

Was bekommen die Hunde in Ungarn zu fressen?

In Ungarn werden die Hunde mit Lebensmittelabfällen aus Supermärkten und Restaurants, gemischt mit gespendetem Futter ernährt. Aufgrund der großen Anzahl der Hunde ist es nicht finanzierbar, alle Hunde ausschließlich mit Fertigfutter zu ernähren. Alte oder kranke Hunde sowie Welpen werden natürlich mit entsprechendem Hundefutter gefüttert.

Gesundheitsfragen

Mein Hund hat Durchfall bzw. sehr flüssigen Kot. Muss ich zum Tierarzt?

Gerade in den ersten Tagen nach Einzug des Hundes ist flüssiger Kot oder Durchfall nichts Ungewöhnliches und zunächst kein Grund zur Besorgnis. Einerseits kann dies bedingt sein durch die Nahrungsumstellung (siehe „Was bekommen die Hunde in Ungarn zu fressen“), andererseits kann der Hund auf den Stress der Eingewöhnung in sein neues Zuhause mit derartigen Symptomen reagieren. Auch eine Futterumstellung kann für kurze Zeit Magen- bzw. Darmreaktionen auslösen, auch wenn auf gutes und hochwertiges Futter umgestellt wird. 
Sollte sich die Problematik nicht innerhalb weniger Tage bessern oder sogar verschlimmern, sollte man einen Tierarzt zu Rate ziehen. Bitte in diesem Fall den Kot über 3 Tage sammeln und mit zum Tierarzt nehmen. Als Hausmittel und Erste Hilfe-Maßnahme kann man eine „Morosche Karottensuppe“ kochen und anbieten.

Zum Rezept für die Karottensuppe

Sobald mein Hund eingeschlafen ist, beginnt er heftig zu atmen. Ist das bedenklich?

Im Regelfall ist dieses Verhalten komplett unbedenklich. Die Hunde schlafen dann tief und verarbeiten Geschehnisse in ihren Träumen. Dies normalisiert sich in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst.

Mein Hund hechelt die ganze Zeit. Ist das normal?

Ihr Hund hat ggf. noch nie in einem Haus gelebt und sein Körper hat sich auf die Temperaturen des Lebens draußen angepasst. Je nach Jahreszeit kann ein Umzug vom kalten, ungarischen Winter in eine beheizte Wohnung oder Haus eine große Umstellung bedeuten. Das Hecheln ist deswegen also erst einmal „normal“ und in der Regel unbedenklich. Das vermehrte Hecheln wird sich nach einigen Wochen geben und auch Haut- und Fellstruktur werden sich durch das Leben im Haus verändern. Ggf. wird das Fell anfangs vermehrt ausgehen und/oder die Haut kann schuppig sein. Regelmäßiges Bürsten (bitte auch hier ggf. langsam daran gewöhnen) hilft dem Hund dabei, seine alte Unterwolle loszuwerden. 
Lang andauerndes, starkes Hecheln kann allerdings auch durchaus ein Zeichen für Schmerzen sein, so dass man es tierärztlich checken lassen sollte, wenn es auch nach Tagen oder Wochen nicht wirklich besser wird.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Tierarztbesuch?

Es ist durchaus sinnvoll, den Hund einmal beim Tierarzt vorzustellen, bevor es das erste Mal notwendig wird, diesen aufzusuchen. Somit lernt der Hund die Räumlichkeiten des Tierarztes bereits kennen und kann sich mit den Eindrücken dort positiv auseinandersetzen, ohne dass gleich eine stressige Untersuchung oder Behandlung vorgenommen wird. Ein erster kurzer Besuch in den Praxisräumen, bei denen ein Leckerchen abgeholt wird und sonst nichts, kann für den nächsten Besuch Wunder wirken. Mit einer tatsächlichen Untersuchung sollte bis etwa 3-4 Wochen nach Ankunft des Hundes gewartet werden, es sei denn, es liegt ein medizinischer Grund für eine Untersuchung vor.

Seit mein Hund bei mir eingezogen ist, schläft er fast den ganzen Tag. Ist mein Hund krank?

Es ist völlig normal, dass der Hund in den ersten Tagen nach dem Einzug viel schläft oder oft müde wirkt. Man muss bedenken, dass die Hunde über ihren gesamten Aufenthalt im Tierheim hindurch einem sehr hohen Stresslevel ausgesetzt sind. Darüber hinaus haben sie eine sehr lange Fahrt in ihr neues Zuhause hinter sich. Dort haben sie das erste Mal die Möglichkeit, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen, sodass sie im Regelfall einfach den versäumten Schlaf aufholen. Normalerweise sollte sich das innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen geben. 
Darüber hinaus sollte man berücksichtigen, dass Hunde (wie die meisten Tiere) generell sehr viel mehr schlafen als Menschen. Dieser Schlaf ist wichtig, um Erlebnisse und Erfordernisse der menschlichen Umwelt zu verarbeiten.

Das mitgesandte Blutbild ist auf ungarisch. Kann mein Tierarzt damit arbeiten?

In der Regel ist das ungarische Blutbild für den deutschen Tierarzt sehr gut verständlich, da die medizinischen Begriffe identisch bzw. zumindest sehr ähnlich sind. Sollten in Einzelfällen dennoch Probleme oder Fragen auftreten, sprechen Sie uns gerne an.

Im Blutbild sind einige Werte leicht erhöht. Soll ich mir Sorgen machen und muss ich etwas beachten?

Sollten Abweichungen im Blutbild des Hundes Anlass zur Sorge geben, wird der jeweilige Vermittler vorab darüber aufklären und diese besprechen. Grundsätzlich ist es nicht ungewöhnlich, dass einzelne Werte erhöht sein können oder außerhalb des Normbereichs liegen. 
Ursache hierfür sind oft die bisherigen Lebensumstände und die Ernährung. Hinzu kommt, dass es sein kann, dass ein Hund bei Blutentnahme nicht komplett nüchtern gewesen ist. Gesunde Ernährung und die verbesserten Lebensumstände im neuen Zuhause führen oftmals dazu, dass sich die Werte innerhalb weniger Monate normalisieren. 
Wir empfehlen allen Adoptanten, etwa 6 Monate nach Übernahme des Hundes ein neues Blutbild beim Tierarzt erstellen zu lassen. Anhand der Vergleichswerte erkennt man die Entwicklung der Werte. Zusätzlich sollte man in Erwägung ziehen, nochmals ein Ungarnprofil erstellen zu lassen. Grundsätzlich werden alle Hunde vor Ausreise auf die gängigsten in Ungarn vorkommenden Erkrankungen getestet, aber ein kleines Restrisiko einer möglichen Infektion bleibt bei aller Vorsicht. Um einer möglichen Ansteckung vorzubeugen, werden alle Hunde im Tierheim mit einer entsprechenden Prophylaxe (Spot on-Gabe) behandelt.

Mein Hund wurde positiv auf Giardien getestet. Wie gehe ich damit um?

Giardien sind parasitäre Einzeller, die Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Eine Giardieninfektion ist kein Auslandsproblem, sondern auch in unseren Gefilden ein häufig auftretendes Problem, besonders bei schwül-warmem Wetter und wenn viele Hunde zusammenkommen, z.B. in einer HuTa oder Hundeschule. Die Übertragung erfolgt über den Kontakt mit den Ausscheidungen eines infizierten Hundes.
Hierzu reicht ggf. auch das einfache Schnüffeln auf dem Spaziergang am Kot eines infizierten Hundes aus. Hat man kleine Kinder im Krabbelalter im Haus sollte man besonders sorgfältig ausschließen, dass der eigene Hund eine Wurm- oder Giardieninfektion hat. Es steht zur Option, regelmäßig zu entwurmen (bitte auf giardienwirksame Medikamente achten) oder aber regelmäßig eine Kotprobe beim Tierarzt abzugeben zur Untersuchung. Dabei sollte immer Kot über 3 Tage gesammelt werden. Letzteres ist für den Hund bedeutend schonender, da eine Wurmkur für den Organismus eine nicht unerhebliche Schadstoffbelastung darstellt. 
Sollte der Hund bereits vor Abreise im Tierheim positiv auf Giardien getestet worden sein, wird bei der Ankunft des Hundes darüber aufgeklärt, wie weit die Behandlung des Hundes fortgeschritten ist und welche weiteren Schritte ggf. erforderlich sind. In den meisten Fällen kann vor der Reise ein Behandlungsturnus (5 Tage) abgeschlossen werden. 
Ein bewährtes Hausmittel bei Giardienbefall ist die Morosche Karottensuppe (Das Rezept für die Karottensuppe findet sich z.B. HIER.), die in diesem Fall am besten 30 min vor der normalen Nahrung gefüttert werden sollte. Gerne empfehlen wir auch auf Nachfrage pflanzliche Mittel, die erfolgreich gegen Giardien eingesetzt werden können.

Mein Hund wurde positiv auf Filarien getestet. Wie gehe ich damit um und was muss ich beachten?

Bei einer positiven Diagnose auf Dirofilaria wird in der Regel noch in Ungarn die Filarienart bestimmt. 
In Ungarn treten die Varianten Dirofilaria Repens (Hautwurm) und Dirofilaria Immitis (Herzwurm) am häufigsten auf. Wichtig zu wissen ist, dass die Hautwurm-Variante bei Nichtbehandlung für Mensch und Tier ansteckend sein kann, die Herzwurmvariante ist nicht direkt übertragbar. 
Die Variante Dirofilaria Repens, also die Hautwürmer, können sehr einfach mittels Spot On-Behandlung mit Advocate oder Stronghold behandelt werden. Das Medikament tötet zuverlässig die vorhandenen Mikrofilarien im Blut ab und verhindert so zum einen eine mögliche Ansteckung und sorgt zum anderen dafür, dass sich die Filarien nicht weiter vermehren können und irgendwann absterben. Nach etwa 12 Behandlungsmonaten kann man eine 3-monatige Behandlungspause einlegen und erneut einen Bluttest machen. Ist dieser negativ, ist keine weitere Behandlung erforderlich, andernfalls wird die Spot On Behandlung alle 4 Wochen weiter fortgesetzt.

Deutlich gefährlicher für den Hund ist die Variante Dirofilaria Immitis. Nach einer positiven Diagnose wird in Ungarn ein Herzultraschall folgen, um sicherzugehen, dass das Herz frei von Schäden ist. Ist dies der Fall, startet eine 4-wöchige Behandlung mit dem Antibiotikum Doxycyclin sowie parallel die Spot On-Behandlung (Advocate), die auch bei Dirofilaria Repens angewendet wird. Der Turnus ist auch hier gleich, d.h. über 12 Monate wird alle 4 Wochen das Spot On verabreicht, danach erfolgt ein Nachtest (ELISA-Test) nach einer dreimonatigen Wartezeit. 
Die Behandlung funktioniert so, dass durch das Antibiotikum die erwachsenen Herzwürmer geschwächt werden und in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit eingeschränkt werden. Die Larven, die sie produzieren (Mikrofilarien), werden durch die regelmäßige Spot-On-Gabe direkt abgetötet, so dass keine neuen adulten Herzwürmer erwachsen können. Da die bereits vorhandenen Herzwürmer nach Doxycyclin Gabe eine Lebensspanne von circa 12 Monaten haben, sterben sie in dieser Zeit eines natürlichen Todes (Slow kill Methode). Diese Behandlung ist für die Hunde schonend und es muss nichts besonderes beachtet werden. Herzwürmer sind für Menschen nicht ansteckend. Für andere Hunde sind sie nur über den Zwischenwirt der Mücke übertragbar, indem die Mücke die Larven der Herzwürmer aufnimmt und auf den nächsten Hund überträgt. Da durch die regelmäßige Spot-On Gabe ein Mückenstich verhindert und die Larven sofort abgetötet werden, ist unter Spot-On Gabe eine Ansteckung an andere Hunde ausgeschlossen. Herzwürmer sind somit komplett behandelbar und keine Krankheit, die einen Hund ein Leben lang begleiten wird. 
Ein alternatives (Amerikanisches) Behandlungsprotokoll beinhaltet den Einsatz von Melarsomine dihydrochloride, was allerdings für den Hund deutlich belastender ist und ein nicht unerhebliches Thromboserisiko birgt und daher von uns nicht eingesetzt wird. Canifair e.V. ist Mitglied bei Parasitus Ex. und wir halten uns immer auf dem neusten Erkenntnisstand zur Verbreitung und Behandlung möglicher Erkrankungen.

Weitere Informationen und kostenlose telefonische Beratung für Tierärzte bietet Parasitus Ex.

Allgemeines

Welche Möglichkeiten gibt es, meinen Hund im Auto zu sichern und welche ist für mich sinnvoll?

Abhängig von individuellen Vorlieben und Gegebenheiten des eigenen Autos, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Hund im Auto zu sichern. Eine Sicherung ist in jedem Fall erforderlich, um die Sicherheit von Hund und Mensch zu gewährleisten. Soll der Hund auf der Rücksitzbank oder auf dem Beifahrersitz transportiert werden, kann der Hund mithilfe eines Hundesicherheitsgurtes gesichert werden. Dieser wird wie der Sicherheitsgurt des Menschen im Gurtschloss fixiert. Zu beachten ist hierbei, dass der Hund ein Geschirr tragen muss, welches notfalls stabil genug ist, den Hund zurückzuhalten, sollte es zum Unfall oder einer starken Bremsung kommen. Eine weitere Alternative bietet die Hundebox im Kofferraum, die, wenn gewünscht, auch auf die Rücksitzbank gestellt werden kann. Diese hat den Vorteil, dass der Hund seinen eigenen Bereich hat und sich Schmutz weniger im Fahrgastraum verteilen kann. Eine weitere Möglichkeit, den Hund im Auto zu sichern, bietet das Kofferraumgitter. 
Bei allen Varianten handelt es sich um vertretbare Möglichkeiten, den Hund im Auto angemessen zu sichern. Welche schlussendlich gewählt wird, sollte jeder Halter individuell für sich entscheiden.

Wo finde ich die Chipnummer des Hundes? Wofür nutze ich sie?

Die Chipnummer des Hundes findet sich im EU- Heimtierausweis auf Seite 6 unter Punkt 1. Es ist die Zahl unterhalb des Strichcodes. Diese Nummer wird beispielsweise benötigt, um den Hund beim kostenlosen Haustierregister Tasso registrieren zu lassen. Wir empfehlen dringend, jeden Hund dort sofort nach Anreise zu registrieren. Falls der Hund entlaufen sollte, können Sie als Halter schnell identifiziert werden. Bei jedem Umzug oder Wechsel der Kontaktdaten gilt: unbedingt auch bei Tasso ummelden! Nur so kann der Hund, im Fall der Fälle, schnell wieder nach Hause gelangen. Eine weitere Möglichkeit, den Hund dem Besitzer zuzuordnen, bieten Telefonschilder, z.B. auf dem Geschirr. Diese können individuell für jeden Hund angefertigt und sichtbar am Geschirr befestigt oder dort eingestickt werden. Telefonschilder bieten den Vorteil, dass der Finder ihres Hundes Sie als Halter umgehend kontaktieren kann und nicht darauf angewiesen ist, „Tasso“ zu kennen und zu kontaktieren. Die Telefonnummer kann ggf. bereits aus einer Entfernung von wenigen Metern abgelesen werden, sodass der Finder nicht darauf angewiesen ist, nah an den Hund heranzukommen. Ein Telefonschild eignet sich also auch für Hunde, die sich nicht oder nur schwer von fremden Personen anfassen lassen.

Tasso e.V.

Telefonschilder