Tipps

Warum ein Tier aus dem Ausland?

Gibt es nicht genug Tiere in deutschen Tierheimen?
Es ist richtig, dass es in Deutschland bereits eine hohe Anzahl an Tieren gibt, die in Tierheimen oder Pflegestellen auf einen neuen Besitzer warten. Allerdings geht es diesen Tieren den Umständen entsprechend gut, sie werden tierärztlich betreut, gut ernährt und sie sind nicht vom Tode bedroht. In vielen Ländern ist dies leider nicht so, denn oft werden Tiere dort, wenn sie nicht innerhalb einer "Schonfrist" von einigen Wochen abgeholt oder vermittelt werden, einfach getötet. Tötungsstationen sind noch sehr verbreitet und vorhandene Tierheime sind oftmals nicht mehr als Massenauffanglager ohne Hoffnung, von dort aus in ein Zuhause zu kommen. Deshalb holen verschiedene Tierschutzorganisationen Hunde und Katzen aus dem Ausland, wobei der Aspekt, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, immer im Vordergrund stehen sollte.

Es sollte vertraglich geregelt sein, dass im Falle einer Rückgabe eines Tieres, immer der vermittelnde Verein angesprochen werden muß und dieser wird dann einen Pflegeplatz oder ein neues Zuhause suchen. Es ist keinesfalls so, dass importierte Tiere, deutsche Tierheime belasten sollen und wir nehmen unsere Verantwortung für das Leben eines jeden Tieres sehr ernst.

Woran erkennt man einen seriösen Tierschutzverein?

Welche Fragen stellt mir der Vermittler?
Er sollte fragen:

  • wie Sie wohnen
  • welche Personen im Haushalt leben
  • ob Tierhaltung erlaubt ist
  • wie lange das Tier alleine bleiben muss
  • ob Sie Erfahrung mit der Art/Rasse haben
  • ob Sie finanziell ein Tier unterhalten können, auch wenn es mal teuer wird beim Tierarzt

Wie sollte die Vermittlung laufen?
Der Vermittler sollte auf jeden Fall ein persönliches Kennenlernen vorschlagen. Meist passiert das bei Ihnen zu Hause in Form einer Vorkontrolle. Dabei wird geschaut, ob Sie dem Tier einen entsprechenden Lebensraum zur Verfügung stellen können und weitere eventuelle Fragen werden geklärt.

Bei Vermittlungen aus dem Ausland: Wenn der Verein keine Kontrolle will, lassen Sie die Finger davon! In Einzelfällen, wenn die Chemie stimmt und man schon länger intensiven Kontakt hatte, wird auf eine Kontrolle verzichtet und dann ist es ok. Wenn Sie ein Tier aus einem Tierheim in Deutschland holen, ist eine Vermittlung ohne Vorkontrolle auch in Ordnung - Sie waren ja persönlich dort.
Nach erfolgreicher Kontrolle/Vorgespräch, bei der man Ihnen alle Ihre Fragen kompetent beantworten sollte und Sie umfassend über alle bekannten Eigenschaften des Tiers informieren sollte, wird ein Schutzvertrag geschlossen.

Bei Vermittlungen aus dem Ausland: Der Schutzvertrag sollte nicht erst bei Ankunft des Tieres gemacht werden!

Die Schutzgebühr sollte nicht astronomisch sein. Ein Hund kostet ca. 350 Euro.

In der Regel nehmen Sie das Tier am vereinbarten Abholort selber in Empfang. Nicht alle Vereine verfügen über ausreichend Pflegestellen, wo sich die Tiere erst einmal akklimatisieren können. Wurde vorab verabredet, dass das Tier erst einmal in eine Pflegestelle geht, holen Sie das Tier zum verabredeten Zeitpunkt von dort ab.

Das Tier sollte vollständig geimpft und gegen Parasiten behandelt worden sein. Im Idealfall wurde es auf die regional gängigsten Erkrankungen getestet.
Die Impfpapiere müssen auf das Tier passen (Geburtsdatum und Beschreibung) und müssen mit dem Tier übergeben werden. Der Verein sollte sich eine Nachkontrolle vorbehalten.

Zeigen Sie sich kompetent und informieren Sie sich vorher über mögliche Krankheiten aus der Region, aus der das Tier stammt. Fragen Sie nach diesen Krankheiten. Will man Sie abspeisen mit Aussagen wie, das kommt hier nicht vor, dann lassen Sie die Finger davon. Man sollte Sie ehrlich und umfassend über die Risiken aufklären.

Kennzeichnung von Haustieren

Katzen und Hunde sollten auf jeden Fall gekennzeichnet und registriert werden. Auch für Frettchen und Nager, die im Garten gehalten werden, ist eine Kennzeichnung sinnvoll (für Frettchen sogar vorgeschrieben, wenn man sie ins Ausland transportiert).

Falls Sie ein Tier aus dem Ausland adoptieren, wird dieses immer gechipt sein, da das gesetzlich vorgeschrieben ist. Bitte nutzen Sie auf jeden Fall die Möglichkeit und registrieren Sie den Chip Ihres Tieres. Der Chip sitzt an der linken Halsseite und die Chipnummer können Sie dem EU-Paß entnehmen, den Ihr Tier mitbringen muß.

Sollte Ihr Tier entlaufen oder gestohlen werden, ist das die größte Chance, Ihr Tier wieder aufzufinden.

Hier kommen Sie direkt zur Onlineregistrierung. Diese ist für Sie kostenfrei.

Link zu Tasso

Abschied vom geliebten Familienmitglied

Die Idee und Teile des Textes wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von www.tierheim-horb.de.

Es ist sehr schwer, eine Anleitung zur Trauerverarbeitung zu geben, wenn ein geliebtes Tier stirbt. Jeder geht anders mit der Trauer um und verarbeitet den Schmerz auf seine Weise. 

Manche Menschen sind zunächst wie gelähmt und möchten weder an ein neues vierbeiniges Familienmitglied denken, noch darüber sprechen. Andere brauchen sofort wieder ein Tier, um mit der Trauer besser umgehen zu können und um beschäftigt zu sein, nicht soviel nachdenken zu müssen.

Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg und alles ist erlaubt, wenn es hilft, über die erste schwere Zeit hinwegzukommen. Ein neues Familienmitglied bedeutet keinen Ersatz und sollte auch nicht Anlass sein, um Schuldgefühle zu entwickeln. Jedes Tier ist ein individueller Charakter und nicht zu ersetzen. Es hilft nur manchmal, wenn man die Sorge und Pflege für ein neues Tier übernimmt. Man ist gezwungen, nach vorne zu schauen, und ist abgelenkt.

Für andere Menschen ist das undenkbar und sie brauchen Zeit, um zu trauern. Sie können und wollen sich nicht auf ein anderes Tier einlassen. Nach einiger Zeit sollte man trotzdem versuchen, nach vorne zu schauen, und überlegen, ob man wieder einem Tier ein Zuhause schenken möchte. Es warten viele Tiere auf Rettung und es kann auch Trost geben, wenn der leere Platz wieder gefüllt wird. In gewisser Weise gibt es dem Tod einen Sinn, wenn Platz geschaffen wird für die nächste Generation.

Neben der emotionalen Ebene bringt der Tod leider auch eine ganz sachliche und kalte Seite mit sich. Man möchte sich damit am liebsten gar nicht auseinandersetzen, wenn es soweit ist, deshalb würden wir jedem raten, sich früh genug zu überlegen, was man tun möchte, wenn das geliebte Haustier stibt. Ggf. kann man schon eine Absprache mit seinem Tierarzt treffen, sodass man sich dann im akuten Fall nicht mehr mit diesen traurigen Fakten auseinandersetzen muss, sondern schon alles geregelt hat.

Im Folgenden haben wir einiges an Informationen für Sie zusammengestellt, die ggf. hilfreich sein können:

Formalitäten:

Leider sind wir oftmals gezwungen, die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt des Loslassens für unsere Tiere zu treffen. In den wenigsten Fällen tritt ein friedlicher, schmerzfreier und natürlicher Tod ein und so müssen wir den schweren Schritt tun, um Schmerzen oder langes Leiden zu verhindern.

Heutzutage bieten die meisten Tierärzte eine Einschläferung zuhause an, was allerdings meist eine Terminabsprache erfordert. Wenn ein Tier zeitlebens z.B. große Angst vor dem Tieratzt hatte, ist diese Lösung sicherlich die friedlichste und die am wenigsten Stress verursachende für das Tier.

Möchte man das lieber nicht, kann man das Tier in die Tierarztpaxis bringen. Es empfiehlt sich, vorher anzurufen, damit man nicht ins Wartezimmer muß, sondern sofort durchgehen darf. Für Tier und Mensch wäre es unzumutbar, sich in einer Reihe wartender Patienten eingliedern zu müssen und jeder gute Tierarzt wird dafür Verständnis haben. 

Das Tier wird eine Narkosespritze bekommen, vor der tatsächlichen Medikamentengabe mit Todesfolge.

Für die Abmeldung des Tieres bei den verschiedenen Ämtern, wie z.B. beim Ordnungsamt oder bei der Versicherung, benötigt man eine Bescheinigung des Tierarztes über die Einschläferung. Diese wird in der benötigten Anzahl ausgehändigt.

Was passiert mit meinem Tier danach?

Heutzutage ist es glücklicherweise nicht mehr erlaubt, Tierkörper in eine Wiederverwertung zu geben. Entscheidet man sich, sein verstorbenes Tier beim Tierarzt zu lassen, wird es eingeäschert.

Wer sein Tier nicht einfach nur anonym verbrennen lassen möchte, kann auch die Dienste eines Tierkrematoriums in Anspruch nehmen. So kann man z.B. eine Urne mit der Asche des Tieres bekommen und diese dann auf dem eigenen Grundstück begraben. Alternativ wäre ein Grab auf einem Tierfriedhof oder das Verstreuen der Asche auf einem dafür vorgesehenen Grundstück eine Option. Dazu gibt man das verstorbene Tier beim Tierarzt ab oder beläßt es dort und beauftragt einen Anbieter mit der Abholung. Oft arbeiten Tierärzte bereits mit lokalen Anbietern zusammen.

Hier einige Links zu entsprechenden Firmen:

Tierkrematorium Infinitas

ANUBIS-Tierbestattungen

Tierbestattung im Rosengarten

Die letzte Reise

Tierbestattung NRW

OSIRIS-Tierbestattungen GmbH

Vergissmeinnicht Tierbestattungen

Cremare - Einächerung von Kleintieren

Avalon Kleintierkrematorium

Möchte man sein Tier nicht einäschern lassen, sondern lieber den Körper im eigenen Garten begraben, gilt es leider einige Vorschriften zu beachten. Seit 25.10.2004 haben sich die bis dahin geltenden Bestimmungen geändert, die besagten, dass man ein Tier im eigenen Garten begraben darf, sofern das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt und die Tiefe des Grabes mindestens 50 cm beträgt. Grundsätzlich wurde diese Vorgehensweise untersagt, aber die EG-Verordnung und das deutsche Gesetz stellen es den Landesbehörden frei, das Begraben von Haustieren unter Einhaltung bestimmter Vorgaben zu erlauben. Dies wird in einer so genannten Allgemeinverfügung geregelt, die bis auf Widerruf gültig ist. Ihre Stadt kann Ihnen Auskunft darüber geben, wie die Vorgaben für Ihren Wohnort sind.