Reisebericht Miskolc (Ungarn)
vom 11.03. – 13.03.11 von Cani F.A.I.R.

CaniFAIR: Tierschutzverein der Tieren aus Ungarn hilft

Am 11.03.2011 war es nun endlich soweit, die erste Fahrt im Jahr 2011 stand an und es sollte mehr als nur eine normale Tierschutzfahrt werden. Zwischen 5 Uhr und 6 Uhr in der frühe sollte es endlich los gehen. Bis unter das Wagendach voll mit Sachspenden, welche seit der letzten Fahrt wieder reichlich angesammelt wurden und all die leeren Boxen, welche auf der Rückfahrt gefüllt sein werden mit kleinen und großen Hunden, die darauf warten nach und nach ein neues zuhause zu finden.

Bevor es mit dem eigentlichen Bericht losgeht, möchte ich kurz das Team Mac Gyver vorstellen. Sandra die Commanderin, die fast jede Situation mit der Scharfsinnigkeit einer Viper entscheidet. Bianca, die Hundemama und Hundekot mach du das weg Frau. Natürlich meine Wenigkeit Lars der Fahrer und Petra "The Brain".

Im späteren Verlauf des Berichts solltet ihr verstehen warum wir Team Mac Gyver sind.

Der erste Teil der Fahrt verlief eigentlich sehr gut und wir lagen auch perfekt im Zeitplan. Einzige Auffälligkeit war es, dass der Wagen nicht besonders gut beschleunigte. Beim ersten Stopp in Wiesbaden haben wir Thomas unsere Auffälligkeit vorgeführt und auch er war der Überzeugung, mit dem Wagen stimmt etwas nicht. Die erste Entscheidung stand an. Kann es weiter gehen oder sollte die Fahrt etwa hier schon zu Ende sein?!

"Nein, es geht weiter!!!!" so der Entscheid von Sandra und so machten wir uns wieder auf den Weg. In ständigem Kontakt mit Petra wurde kurzerhand eine Werkstatt in Würzburg organisiert. Mit letzter Kraft schaffte es der Wagen auf den Hof der Fachwerkstatt und wie sich herausstellen sollte, war es ein Segen dort gelandet zu sein. Nach einer genauen Überprüfung stellte sich heraus, dass die Kupplung einen mechanischen Defekt hatte und ausgetauscht werden musste. Nach einem Telefonmarathon konnte das benötigte Ersatzteil aufgetrieben werden und wurden ausgewechselt.

Es ging endlich nach einem nicht geplanten Zwischenstopp wieder auf die Autobahn. Zwischenzeitlich war es 16 Uhr am Nachmittag und die erste Müdigkeit machte sich bei allen von uns dreien bemerkbar. Blöde nur, dass wir noch eine 12 Stunden Fahrt vor uns hatten. Glücklicherweise konnte die Fahrt nun bis zum Ziel ohne Komplikationen fortgeführt werden und so kamen wir gegen 3 Uhr nachts in Miskolc im Hotel an.

Nach wenigen Stunden Schlaf machten wir uns auf den Weg ins Tierheim, wo wir ganz herzlich von allen begrüßt wurden. Der Zustand des Tierheims ist sehr gut, was nach Erzählungen nicht immer so gewesen ist.

Nach ausladen der Sachspenden wurden wir mit einem reichlichen Mahl überrascht, welches Nina vorbereitet hatte. Im Anschluss wurden daran wurden wir durch das Tierheim geführt und alles wurde uns ausführlich vorgestellt.

Im Anschluss wurden daran wurden wir durch das Tierheim geführt und alles wurde uns ausführlich vorgestellt.

Während der ganzen Zeit machten wir ausgiebig Fotos von allen dort verbleibenden Hunden, um hoffentlich bei den nächsten Touren wieder den ein oder anderen Hund glücklich zu machen.

Am Nachmittag wurden wir in eine Therme zum entspannen eingeladen mit anschließenden Abendessen in einem nahegelegenen Pub. Dort erzählte Nina ausgiebig von der Historie rund um das Tierheim. Es ist ein interessanter Weg der bisher zurückgelegt wurde und sicher steht auch noch die eine oder andere Herausforderung an. Nicht zu vergessen das dies in einem Land, dessen Infrastruktur und Wohlstand nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen ist. Wenn man selber nicht da gewesen ist kann man sich das vielleicht nicht vorstellen aber ich weiß heute das jede Hilfe in welcher Form auch immer nötig ist.

Am nächsten Tag machten wir uns für meinen Geschmack deutlich zu früh (kleiner Scherz) auf die Heimreise. Bevor es jedoch los gehen konnte luden wir noch alle Passagiere an Bord. Diese ließen sich ohne murren und knurren verladen und trotz Stress, zeigte keiner der Hunde auch nur im Ansatz aggressives Verhalten. So ging es mit über 30 Hunden auf die Heimreise.

Nach regelmäßigen Trinkstopps und beseitigen von Mageninhalten oder Fäkalien, was im übrigen Bianca und Sandra super gemacht haben, fuhren wir diesmal absolut im Zeitplan Richtung Deutschland und erreichten die Rastplätze nach und nach, an denen wir die Hunde ihren neuen Besitzern übergaben. Die Übergaben waren sehr herzzerreißend und es war sehr schön zu sehen wie sich die neuen Besitzer gefreut haben, endlich ihr neues Familienmitglied im Arm zu halten. Es schien so als würden auch die Hunde spüren, dass nun die Reise hoffentlich ein Ende hat.

Unter dem Strich hat mir diese Reise gezeigt, mit wie wenig Aufwand jeder einzelne etwas bewegen kann. Jede Sachspenden oder der Einsatz von Zeit um solch eine Fahrt zu unterstützen lindert das Leid dieser Tiere in Ungarn ungemein.

Ich finde die Arbeit von Canifair sehr gut und würde jederzeit wieder eine Fahr t unterstützen. Wer also helfen möchte aber nicht weiß wie, kann doch einfach mal eine solche Fahrt mit unterstützen.

Das Team:


Sandra

Bianca

Lars

Foto-Album mit Bildern der Fahrt


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