Reisebericht Miskolc (Ungarn)
vom 26.11. – 28.11.10 von Cani F.A.I.R.

CaniFAIR: Tierschutzverein der Tieren aus Ungarn hilft

Stellvertretend für die Fahrer Carsten, Frank und Matthias, möchten wir Ihnen hier einige Informationen zur letzten Fahrt und zur aktuellen Situation in Miskolc geben.

Am 26.11. machten sich morgens um 6 Uhr unsere Fahrer auf den Weg nach Miskolc. Sie hatten sich genau den ersten Schneetag in Deutschland ausgesucht und wie befürchtet ging die Fahrt direkt in dichtem Schneetreiben voran. Unterwegs trafen sie sich mit Thomas, Martina und Simone, die wieder einmal tolle Sachspenden für das Tierheim in Miskolc brachten.

Am Samstag morgen wurde zunächst der Transporter ausgeladen, die Spenden verstaut und dann ging es zur ersten Hundebesichtigung an die Zwinger. Viele bekannte Gesichter, aber auch viele Neuzugänge wurden begrüßt, gestreichelt und viele Informationen von Nina und Livia wurden erfragt. Carsten hat tolle Fotos gemacht und man kann sehen, dass die Außenwand des Gebäudes von einem Windschott umgeben wurde, weil es in den Zwingern doch viel zu kalt wurde.

Leider zeigt sich bei der aktuellen Witterung, welche Schwächen die günstige Bauweise des neuen Tierheims mit sich bringt. Es gibt Probleme mit der Entwässerung, die ersten Risse im Beton zeigen sich und trotz Gefälle wird der Boden in den Zwingern nach der Reinigung nicht mehr trocken. Viele Hunde haben die Pfoten offen und wund. Als Soforthilfe wurden Paletten verteilt und mit Teppichen beklebt, damit die Hunde trockene Bereiche haben. Zur Zeit sind viele Hunde in provisorisichen Zwingern untergebracht, weil das zweite Zwingergebäude noch fehlt oder sie sind einfach auf dem Gelände angekettet.

Neben dem Bau des zweiten Gebäudes wird dringend ein Katzenhaus mit Auslauf benötigt und entsprechende Kastrationsaktionen für Katzen sind in Planung.

Das Tierheim Miskolc wird nicht müde zu betonen, dass man in den letzten beiden Jahren und auch in der Zukunft ohne die Hilfe von Cani F.A.I.R. nicht überleben könnte. Das heißt konkret natürlich, dass es ohne Ihre Hilfe nicht geht. Immer wieder betont Nina die große Dankbarkeit für die Hilfe, was wir gerne an Sie alle weitergeben, die immer zur Stelle sind, wenn es brennt.

Im nächsten Jahr wird es eine Steuerreform in Ungarn geben und vermutlich müssen die Tierheime dann ganz oder teilweise auf die 1% Steuerspende verzichten, die bisher große Teile der Fixkosten gedeckt haben. Wir müssen also dran bleiben und unser Bestes geben, bei der Kostendeckung zu helfen.

Jetzt, im Winter, gibt es noch mehr Tiere, die Opfer von Verkehrsunfällen werden und auch andere Verletzungen sind an der Tagesordnung. Welsi, der liebe Kuvasz (sein Überleben ist ungewiss), Zorba und Nyitra sind nur einige der aktuellen Patienten.

Sonntag morgen ging es schon um 5 Uhr zum Tierheim und die Hunde wurden eingeladen. Pünktlich um 6 Uhr fuhr der Transporter los Richtung Westen.

Unterwegs trafen sie noch Gizi, Imre und Monika, die ein paar Hunde aus Cegled brachten und auch befreundete Tierschützer brachten Hunde, die von uns mit nach Deutschland transportiert wurden, zu verschiedenen Treffpunkten.

Sehr traurig war die Übergabe von Santi, der leider an uns zurückgegeben wurde weil sein Frauchen ihn leider nicht mehr behalten konnte. Es gab viele Tränen und ein unglücklicher Santi wartet seit dem in einer Pension auf ein neues Zuhause.

Wenn Sie sich für Santi interessieren und ihm ein neues Zuhause geben möchten finden Sie hier weiter Informationen

Hund aus Cegled/Ungarn

Leider gab es einige Verspätungen der Abholer, so dass die Fahrer teilweise eine Stunde an der Raststätte warten mussten. Trotzdem war der letzteÜbergabepunkt gegen 22 Uhr erreicht und eine weitere Ungarnfahrt war zu Ende.

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