Reisebericht Miskolc (Ungarn)
vom 17.09. – 19.09.10 von Cani F.A.I.R.

CaniFAIR: Tierschutzverein der Tieren aus Ungarn hilft

Ob ich meine zweite Fahrt nach Ungarn anders empfinde? Diese Frage habe ich mir im Vorfeld gestellt. Am Freitag, 17.09.10 gegen 6.00 Uhr ging es los. Astrid und Ralf fuhren mit dem Transporter bei mir vor, um zunächst einmal die Sachspenden wie Futter, Kühlschrank, Wäschetrockner, Leinen, Decken, Katzenkratzbäume und vieles mehr für Ungarn einzuladen. Von Wiesbaden aus fuhren wir weiter die A3 entlang durch Bayern nach Österreich und zum Schluss durch Ungarn bis zu unserem Endziel, das wir abends gegen 20.00 Uhr erreichten.

Wir sind gut durchgekommen bis auf einen Stau vor Budapest, der uns Zeit gekostet hat. Dieses Mal ging unsere Fahrt durch Budapest durch und ich konnte mich ein wenig vom Auto aus umsehen und die große Stadt auf mich wirken lassen.

Am Samstagmorgen trafen wir uns mit Nina, Livia und den anderen Helfern beim neuen Tierheim und starteten damit, den Transporter zu entladen. Alle Spenden wurden untergebracht und der erste Rundgang durchs Tierheim begann. Beim letzten Mal war links neben dem Haupthaus noch eine freie Fläche und jetzt stehen dort bis zu sechs Hundehütten und einige Hunde sind dort untergebracht.

Die Zwinger beim Haupthaus beherbergen die Neuankömmlinge hierunter vier Welpen, ein so genannter Kampfhund -- total lieb --, ein alter Schäferhund, ein Riesenschnautzer. In der Krankenstation gibt es vier winzig kleine Welpen ohne Mutter, die aufgepäppelt und aufgezogen werden, einige Katzen und Kitten.

Nina führte uns durch die Zwingeranlage, erklärte uns einiges und es wurden Fotos und kleine Videos gemacht, weiterhin verteilten wir Leckerchen und unsere "Streicheleinheiten". Später baten wir Livia, uns einige Hunde zu zeigen und diese kamen zum "Fotoshooting", neue Fotos werden für die Homepage oder Interessenten benötigt. Livia beantwortete Fragen wie zum Beispiel die Verträglichkeit von einzelnen Hunden mit anderen Hunden bzw. Katzen ist.

Eine besondere Schmusebacke ist Siluett, die beim "Shooting" direkt bei Astrid auf den Schoß kletterte nach dem Motto bitte nimm mich mit. Dodo steckte seinen Kopf direkt in den Leckerchenbeutel und holte sich seine Streicheleinheit ab.

Nina und Livia zeigten uns einen Container, den sie gemeinsam mit einigen Helfern in ein Katzenhaus verwandeln, um den Katzen die Möglichkeit zu geben, getrennt von den Hunden zu sein. Der Container wird entsprechend verkleidet, isoliert und gefliest. Hier werden nach der Fertigstellung die Katzen untergebracht werden, die Aufnahme von Katzen ist aufgrund von Platzmangel auf eine geringe Kapazität beschränkt.

Abends waren wir gemeinsam mit Nina und ihrem Sohn essen und sie erzählte uns vom Alltag im Tierheim mit seinen Problemen und Nöten.

Sonntagmorgen um 5.00 Uhr trafen wir am Tierheim ein und starteten das Einladen der Hunde unter großer Anteilnahme der verbleibenden Hunde, sie verabschiedeten mit großem Bellen ihre Hundekumpel. Gegen 6.00 Uhr ging es auf die Straße und in Richtung Budapest. An einer Tankstelle in der Nähe des Flughafens Budapest hielten wir erneut und dort warteten bereits Helferinnen von drei befreundeten Vereinen mit weiteren Hunden, die wir für sie mit nach Deutschland nahmen.

Weiter ging es durch Österreich in Richtung Deutschland, es gab einige Pausen, die wir mit dem Versorgen der Hunde verbrachten, Tanken oder mal einen Kaffee zwischendurch für uns. Zunächst hatten wir mit keinem Stau bzw. größerem Verkehrsaufkommen zu kämpfen, doch kurz vor unserem ersten Halt in Würzburg kam der erste Stau.

An der Raststätte Würzburg wurden die ersten Hunde von ihren neuen Besitzern empfangen und es gab ein großes Hallo. Wir fuhren weiter und hielten in Weiskirchen, Medenbach, Limburg etc.
In Medenbach verließen nicht nur Hunde den Transporter, sondern für mich war die Fahrt zu Ende.

Dieser Hündin hat uns Livia besonders ans Herz gelegt. Sie hat in Ungarn keine Chance auf ein neues Zuhause, weil sie ein behinderter Hund ist, der ständig mit dem Kopf wackelt. Ansonsten ist sie völlig gesund.

Meine zweite Fahrt hat mich genauso berührt wie die erste. Ich habe mich gefreut dabei sein zu dürfen, bin sehr froh, dass wir alle gesund zurückgekommen sind, alles gut geklappt hat. Besonders erfreulich fand ich den reibungslosen Ablauf mit den befreundeten Vereinen und das wir hier uns gegenseitig helfen und zusammenarbeiten. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass viele Hunde in Ungarn ein schönes Zuhause finden wir gemeinsam mit den Ungarn das Tierheim um einen zweiten Bau erweitern können sich die Lebensbedingungen der Tiere in Ungarn verbessern wir die Unterstützung und Möglichkeit haben, mehr Hunde zu kastrieren.

Martina Schmidt


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