Reisebericht Ungarnfahrt 10.7-13.7.2014

CaniFAIR: Tierschutzverein der Tieren aus Ungarn hilft

Meine erste Fahrt nach Miskolc

So, Ihr Leute da draußen....dann will ich (Nadine) Euch mal über meine erste Fahrt nach Ungarn berichten.
Canifair habe ich vor einigen Jahren durch die Suche nach einem Endpflegehund gefunden. So kam es, dass dann erst Mo und nach und nach immer mehr Ungarn bei uns einzogen.
Ich wollte schon längere Zeit eine Tour begleiten, aber nicht ohne einen Hund mit nach Hause zu nehmen. Leider mussten wir vor ein paar Monaten unsere alte Hündin über den Regenbogen ziehen lassen und so war ein Platz auf dem Sofa frei. Natürlich fand sich in Ungarn schnell eine alte Fellnase, die noch ein zu Hause suchte. Es stand also fest: Serly reist mit zu uns nach Deutschland!
Lange fieberte ich auf den Donnerstag hin. Mittags fuhr ich dann los in den Westerwald zu Michael...ganze 6 Stunden, da ich ja aus dem Norden komme.Abends um 20.30 Uhr ging es dann mit dem Transporter los zum Urbacher Wald, den Dritten im Bunde abholen. So ging es dann gegen 21 Uhr mit Michael und Karl Richtung Ungarn. Die Fahrt war ziemlich ruhig und anstrengend. Nach 6 Stunden Fahrt vorher war ich schon etwas müde und kaputt...
Gegen 11 Uhr erreichten wir dann erschöpft und froh das Tierheim in Miskolc. Dort wurden erst einmal alle begrüßt. Danach besichtigte ich erst einmal das Tierheim, soooo viele tolle Hunde...und alle warten auf Ihr zu Hause :-(

Schließlich landete ich bei den Katzenbabys und half beim Füttern. Nach einigen ersten kurzen Eindrücken kam Deutsch-Lehrerin Judith mit 3 Schülerinnen vorbei. Sie konnte viele meiner Fragen übersetzen und die 3 Mädels freuten sich ihre Deutschkenntnisse zu präsentieren. Weiter so Mädels! Viele helfende Hände kamen dann um die Spenden aus dem Transporter zu laden.
Dann war es endlich Zeit für mich meinen Serly kennenzulernen. So ein süßer, lieber und weicher Kuschelbär....man könnte auch sagen: Liebe auf den ersten Blick!

Die Zeit verging wie im Fluge und Spätnachmittag wurde dann lecker Pizza bestellt, gegen 17 Uhr ging es dann erschöpft ins Hotel. Dort war erst einmal duschen angesagt um den typischen Tierheimgeruch loszuwerden.
Die Männer trafen sich um 20 Uhr noch auf „ein“ Bierchen, ich war müde und ging ins Bett...
...um 23.50 Uhr war die Nacht allerdings erstmal zu Ende, Feueralarm! Die ersten 10 Minuten davon habe ich wohl verschlafen. Zum Glück gibt es keine Fotos davon wie ich zerzaust im Nachthemd auf dem Hotelflur herum irre ;-). Michael und Karl halfen dem Portier den Alarm abzuschalten.
Nächsten Morgen (Samstag) traf man sich um 8.30 Uhr zum Frühstück. Ausgeruht und gestärkt ging es dann, mal wieder im Regen, ins Tierheim. Dort trafen wir auf Nina.
Und dann hieß es für mich helfen wo es geht. So landete ich dann auf der Krankenstation des Tierheims. Dort arbeitet Szusza, die Tierärztin. Unterstützt wird sie u.a. von zwei total lieben älteren Damen. So gingen Karl und ich nach und nach mit allen Hunden von der Krankenstation Gassi. Alle Hunde total lieb und süß, und jeder such ein zu Hause...
Nachdem die Krankenstation versorgt war, zog es mich zu den Katzenbabys. Karl hatte sich in einen wirklich alten Schäferhund verliebt und ging mit ihm Gassi.

Nach den Katzenbabys ging ich nochmal zu Serly Hallo sagen und Leckerchen verteilen.
Danach fragte ich Livi ob ich den Hunden Wasser geben darf. Die Mitarbeiter waren grade damit beschäftigt, die Hunde zu füttern. Und so durfte ich ca. 300 Hunden Wasser geben. Was für ein Lärm, dem die Mitarbeiter und Hunde tagtäglich ausgesetzt sind.
Auf meiner Wassertour hatte ich die Gelegenheit mir die Hunde alle anzuschauen. Ich hielt natürlich besonders nach den Schützlingen, die ich in der Vermittlung habe, Ausschau.

Gegen Mittag gab es dann leider in einem der hinteren Freiläufe eine Beisserei. Michael wollte hineilen und der Tierheimmitarbeiterin eine Leine bringen, dabei ist er ausgerutscht. Ich brachte ihn dann ins Büro und Nina und Livi brachten Kühlpacks. Der Fuß wurde dick und so brachte Nina Michael ins Krankenhaus.
Michael kaum weg, da kam Kathi, unsere Österreicherin, mit ihrer Mama und weiteren Spenden von der Amazon-Wunschliste. Kathi machte sich dann mit ihrer Mama auf um Fotos zu machen.
„Meine“ Kinder aus dem Kindergarten haben ganz viele Leckerchen gespendet. (Danke dafür Ihr Süßen!) Also ging ich, bewaffnet mit Kamera, los um schon mal einige Leckerchen zu verteilen. Danach hieß es den Transporter für die Fahrt vorbereiten. In der Zwischenzeit wurde der gebissene Hund versorgt, er hat ordentlich was abbekommen :-(.
Irgendwann kam dann auch Michael aus dem Krankenhaus...Diagnose: Achilles-Sehne durchgerissen!!! Kathi hat ihn dann ins Hotel gefahren, damit er sein Bein hoch legen kann.
Karl und ich haben dann nach und nach einige Hunde in den Auslauf geholt um zu kuscheln und zu toben. Alle Hunde sind einfach nur liebebedürftig und freundlich zum Menschen. Auch an dem Samstag verging die Zeit viel zu schnell. Und so mussten wir alsbald ins Hotel, denn um 18 Uhr kam das Taxi, um uns ins Restaurant zu fahren. Dort kam man ins Gespräch mit Monika, Nina, Kathi und den anderen.
Nach einem super leckeren Nachtisch ging es zurück ins Hotel, schnell noch Wecker auf 3.30Uhr stellen, Sachen packen und ab ins Bett. Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es dann ein letztes Mal ins Tierheim, 17 Hunde einladen. Halsbänder und Geschirre lagen schon vorbereitet da.
Nach einer herzlichen Verabschiedung und einem Kloß im Hals ging es dann los. Michael fiel ja nun als Fahrer aus und so fuhr er bis Österreich bei Kathis Mama mit und Kathi fuhr zum ersten Mal den Transporter. Klappte super!

So konnten Karl und ich noch ein wenig ausruhen.
Noch in Ungarn trafen wir uns mit Monika, die uns ihren Schützling Erik übergab.
In Österreich verließen uns dann Kathi und auch schon die ersten Hunde. So arbeiteten wir uns Richtung Würzburg vor. Als Leon und Inka von Michaels Unfall hörten, erklärten sie sich spontan (trotz WM-Endspiel!) bereit, uns entgegen zu fahren. Inka hat dann Michael mit nach Hause genommen und Leon ist den Rest der Strecke gefahren. DANKE! Erstmal zum Urbacher Wald, wo ja unsere PKW´s standen, ab da nahm das Chaos seinen Lauf! Leon fuhr schon mal los mit dem Transporter....und meinem Handy an Bord. Karls Wagen sprang nicht an und so mussten die Siegburger leider etwas länger warten. Nach einem explodierten Überbrückungskabel und einem 2. Überbrückungsversuch ging es dann endlich los.
Und während ganz Deutschland vor dem TV saß, fuhren wir zur Ohligser Heide und kamen durch das Chaos, leider später als gedacht, dort an.

Die Hunde waren auch froh, endlich den Transporter zu verlassen und von den lange wartenden Besitzern und Pflegestellen empfangen zu werden.
Ich bin mega froh, dass ich wenigstens einen Hund aus dem Tierheim mitnehmen konnte und irgendwann möchte ich auch nochmal fahren!
Ein ganz großes DANKE an alle Unterstützer dieser Fahrt!!!


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