Fahrtbericht Miskolc vom 08.05. – 11.05.2014

CaniFAIR: Tierschutzverein der Tieren aus Ungarn hilft

Unsere Maifahrt liegt jetzt schon 6 Wochen zurück und so langsam wird es Zeit für den Fahrtbericht.
Leider konnte das ursprünglich geplante Team um Sandra, Stefan und Maria die Tour nicht übernehmen und so wurde kurzfristig das komplette Team ersetzt.
Urlaub abklären, Dienste tauschen usw. und dann stand das neue Team fest.
Thomas, Leon und Michael würden am Donnerstag, 08.05., nach Ungarn starten.
Vor der Fahrt musste noch einiges erledigt werden.
Wartung, TÜV usw. am Transporter machen, alle Spenden verpacken und dann konnte der 08.05. kommen.

Wie immer klingelte morgens um 4 Uhr der Wecker, fertig machen, Koffer in den Transporter, denn um 5 Uhr ging die Fahrt bei mir los.
Leon wartete auf dem Parkplatz Sessenhausen an der A3 auf mich und gegen halb 6 konnte er dann zusteigen. Nachdem alles wie, Werkzeuge (wollten ja in Ungarn etwas arbeiten) Taschen, Spenden verstaut war, ging es dann weiter nach Medenbach, wo uns Thomas schon erwartete. Er war direkt vom Nachtdienst gekommen, Respekt und ein großes Dankeschön nochmal dafür.

Auch hier wurde alles schnell verladen und weiter zum Rasthaus Spessart, wo wir uns mit einem Herrn treffen würden, der uns noch Spenden für Ungarn bringen wollte.
Die Übergabe funktionierte auch reibungslos und nachdem auch dieses verstaut war ging es endlich auf große Fahrt.

Die Fahrt verlief gottseidank wieder einmal ohne Probleme und wir kamen nach einigen Tankstopps, Vignettenkäufen usw. gegen 20:30 Uhr in Ungarn am Hotel an.

Da wir noch Essen von der Fahrt hatten, wurde nur das obligatorische Ankunftsbierchen getrunken, das mitgebrachte Essen verspeist und nach dem Schlummertrunk ging es dann in die Betten.
Freitagmorgen 7:00 Uhr. Der Wecker klingelte und man traf sich um 8:00 Uhr zum Frühstück. Nach dem „megaleckeren“ Kaffee (frage mich ehrlich immer, wie bekommt man ES so schlecht hin) ging es endlich zum Tierheim.

Dort angekommen gab es wieder einmal eine herzliche Begrüßung seitens der Mitarbeiter und natürlich auch der Wauzis. Im Anschluss wurden erst einmal alle Spenden ausgeladen und sortiert.

Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Spender und an die Tierarztpraxis „Zur römischen Villa“, Herrn Backhaus, der uns mit Spenden aus dem medizinischen Bereich unterstützte.

Im Anschluss stattete uns Nyina noch einen kurzen Besuch ab, besprach mit uns kurz die Arbeitsmaßnahmen und ging dann in den verdienten Urlaub.

Wir gingen zu dem alten Zwinger und versuchten ihn, mehr oder weniger gut, mit Drahtbürsten zu entrosten. Dieser Zwinger wird im Moment renoviert. Leider konnten wir nur 2 Boxen reinigen, da alle anderen noch besetzt waren, und der Rostumwandler nicht bei besetzten Zwingern gestrichen werden konnte.

Gegen 13 Uhr wurde zu Mittag gegessen und wir mussten zur Verdauung einen sehr guten, selbstgemachten Palinka trinken. Abgefüllt in einer Wasserflasche, das spricht ja meistens schon für sich. Sehr lecker, man hätte ihn von der Stärke betrachtet auch sehr gut als Rostlöser nehmen können. ;-)

Da an dem Zwinger nicht weitergestrichen werden konnte, teilten wir uns auf, Bilder machen, Hunde besuchen und ich ging dann mit Judit, einer Deutschlehrerin und einer der Ärztinnen zu den Spenden und Medikamenten.

Es wurden diverse Informationen ausgetauscht, die eine oder andere Unklarheit beseitigt und anschließend eine Liste mit generell benötigten Materialien erstellt.

Gegen 17 Uhr fuhren wir zurück zum Hotel, um dann gegen 18:30 Uhr mit dem Taxi zum City Hotel zum Essen zu fahren.
Vor dem Hotel wartete Judit schon auf uns und wir nahmen dann ein leckeres Abendessen incl. Verdauungspalinka ein.

Etwas später erschien auch noch Angela, eine der Ärztinnen des Tierheims und wir tauschten bis ca. 23 Uhr noch Informationen aus.
Dann ging es schnell mit dem Taxi zum Hotel, wo dann Nachtruhe angesagt war, denn Samstag um 8 Uhr gab es Frühstück und anschließend wollten wir wieder zum Tierheim.

Gegen 6 Uhr meldete sich unsere Vermittlerin Kathi aus Österreich und teilte mit, dass sie wahrscheinlich nicht kommen könne, weil ihre Begleitung abgesprungen war und sie die lange Strecke abends nicht alleine zurückfahren wollte.
Da Kathi schon alle Spenden, die zum größten Teil über unser Spendenkonto bei Amazon zu ihr geliefert wurden, im Auto verstaut hatte, gab es für uns nur die eine Lösung:
Kathi sollte zu uns kommen, über Nacht bleiben und sonntags die Heimreise mit uns wieder antreten.

Gesagt, getan, sofort wurde morgens beim Gang zum Frühstück ein weiteres Zimmer auf unserem Flur gebucht und Kathi konnte die Fahrt nach Miskolc starten.
Wieder gab es „leckeren“ Kaffee und gegen 9 Uhr ging es dann mit dem Transporter zum Tierheim.

Dort bereiteten wir die Boxen im Transporter schon einmal für den nächsten Tag vor: Größe checken, mit Handtücher auslegen und die Steckbriefe anbringen.
Gegen 11:30 Uhr erreichte Kathi das Tierheim und wir halfen ihr, das Auto auszuladen. Sie hatte auch 2 über Amazon gespendete Schutzhütten dabei, die wir dann noch zusammenbauten.

Judit hatte sich für 13 Uhr angekündigt und brachte noch 4 Schülerinnen ihrer Klasse mit, damit sie bei uns ihre Deutschkenntnisse anwenden konnten.
Wir fuhren in einen in der Nähe befindlichen Supermarkt, wo wir dann zu Mittag aßen und noch kleine Einkäufe (Palinka) und Verpflegung für die Heimfahrt tätigten.

Um 14:30 Uhr waren wir wieder im Tierheim und es ging an die Verteilung der Geschenke, die wir für die einzelnen Hunde bekommen hatten.

Die Schülerinnen hatten sehr viel Spaß am Verteilen, Bilder wurden gemacht und auch die Hunde fanden die Geschenke sehr spannend und knabberten, was das Zeug hielt an den Knochen und Leckerlies.
Anschließend verabschiedeten sich die Schülerinnen von uns und Kathi und ich machten noch einige Bilder von ausgesuchten Hunden.

Gegen 17:30 Uhr fuhren wir zurück zum Hotel, wo wir dann um 19 Uhr von einem Taxi abgeholt wurden.
Diesmal ging es zu dem sehr schön gelegenen Restaurant Rakoczi Pince.
Ein supertolles Restaurant - danke Judit nochmal für den Vorschlag - echt klasse!
Hier wurde wieder ein megaleckeres Essen eingenommen. Verdauungspalinka incl. Diesmal war Angela von Beginn an dabei und brachte auch noch eine riesige Schüssel frische Erdbeeren mit.

Wieder wurden diverse Infos ausgetauscht. Finde das echt sehr gut, denn so kann man viele Sachen auch einmal aus verschiedenen Gesichtspunkten sehen und sich dank Judit sogar noch übersetzen lassen. Mit Englisch kommt man aber auch sonst sehr gut parat.
Wie immer ging auch dieser Abend viel zu schnell vorbei und wir mussten das Restaurant gegen 23 Uhr wieder verlassen. Um 5 Uhr sollte die Nacht rum sein, denn die Fellnasen warteten ja auf die Fahrt in die Freiheit.
Ohne den „guten“ Kaffee ging es um 6 Uhr ins Tierheim.

Livi hatte schon alles wieder hervorragend vorbereitet und dank der Helfer waren die 15 Fellnasen auch schnell gescannt und in ihre Boxen gesetzt.

Nach einer herzlichen Verabschiedung begaben wir uns um 7 Uhr auf die Rückfahrt. Leon und Thomas im Transporter und Kathi und ich im PKW. Leider war das Wetter nicht so besonders schön und wir hatten stellenweise starken Regen.
Bis kurz vor die Grenze Österreichs fuhren wir dann getrennt, dann wurde es Zeit sich von Kathi zu verabschieden. Sie fuhr hinter der Grenze, Höhe Neusiedl, wieder Richtung Burgenland und wir dann Richtung Wien/Passau.
Auch durch Österreich lief es optimal, sodass wir pünktlich, wie geplant, unseren ersten Stopp in Würzburg machen konnten. Hier verließen uns direkt 5 Fellnasen. Sie gingen an das Tierheim in Fulda, die uns bei der Vermittlung der Hunde sehr gut unterstützen. Weiter ging es nach Weiskirchen, wo wir an unsere Vermittlerin Marina und ihre Tochter Maria zwei Hunde übergeben konnten.
Der nächste Halt war in Medenbach. Hier wurde Thomas an seine glückliche Besitzerin übergeben. ;-)
Zu zweit ging es weiter und gegen 20 Uhr waren wir in Siegburg, wo die Übergabe von Imola stattfand. Wir starteten auch direkt durch und erreichten dann 20:30 die Ohligser Heide, unsere Endstation.
Hier wurden jetzt alle restlichen Wauzis ausgeladen und an die schon wartenden oder im Zulauf befindlichen Besitzer/Pflegestellen übergeben.

Nachdem die ein oder andere Frage, Information, Unterlage, Papiere usw. beantwortet, ausgetauscht und übergeben war, ging es dann für mich um 22 Uhr wieder in Richtung Westerwald, wo ich dann gegen 24 Uhr müde, aber froh wieder einmal wenigstens 15 Fellnasen ein besseres Zuhause zu bieten, ankam.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die beiden Mitfahrer Leon und Thomas unsere Kathi aus Österreich und nicht zu vergessen unsere Backstage-Mitarbeiterin Tina, die uns wieder einmal super mit ihrem Telefondienst unterstützt hat.

Abschließend kann ich für mich sagen, es geht einem oft mehr oder weniger nahe was mit den Tierchen passiert. Ebenso war, wie auch beim letzten Mal, noch viel Arbeit vorhanden. Die Angestellten versuchen ihr Menschenmöglichstes und gehen auch oft über dieses hinaus. Alleine der Geräuschpegel, den die fast 400 Hunde machen, ist enorm. Dort den ganzen Tag zu arbeiten und dann noch einen einigermaßen klaren Kopf zu behalten - Hut ab. Für mich selbst ist es ein tolles Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles getan zu haben.

Eines steht für mich auf jeden Fall fest:
Nach der Fahrt ist vor der Fahrt.

Miskolc Juli 2014 wir kommen wieder

Bilder zur Fahrt

Tierheim Fulda

Tierarztpraxis Longuich

Hundewunschzettel Amazon


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