Tierschutzfahrt nach Miskolc : 19.07.- 22.07.2012

CaniFAIR: Tierschutzverein der Tieren aus Ungarn hilft

Es ist der Tag vor unserer Abreise nach Ungarn in das Tierheim nach Miskolc.
Es wird meine erste Fahrt nach Ungarn sein und Stefan hat mir gerade verkündet, dass ich dieses Mal dran sein würde, den Reisebericht zu schreiben.
Natürlich lese ich mir jetzt die letzten Berichte durch und in mir steigen die Unruhe und der Zweifel. Wie werde ich das, was uns da in Ungarn begegnen wird, tatsächlich verkraften?
Morgen Abend geht es los. Wir haben beschlossen nachts zu fahren, damit wir einerseits der Hitze entgehen, andererseits wird der Verkehr dann ruhiger und die Temperatur im Auto erträglich sein. Außerdem hoffen wir, dass unsere vierbeinigen Reisebegleiter nachts schlafen werden.
Wir, das sind Martina Schmidt, Stefan Lühr und ich - Marika Leichsenring - der Frischling.

Es ist soweit, Freitag, der 19.07.2012, 19:00 Uhr.

Es geht los. Zuerst fahren wir zum Autohof Spessart. Dort treffen wir auf Familie Schawerna, die uns noch reichlich Spenden mitgibt (u.a. Sonnensegel für die Zwinger). Die beiden sind total nett und haben auch ihren kleinen blinden Hund ‚Wonder‘ mitgebracht.
Schon wie sie mit ihm umgehen merkt man sofort, dass das auch echte Tierfreunde sind. Sie sind total sympathisch. Nun geht es weiter Richtung Ungarn. Die Fahrt ist problemlos. Wir halten nur an, um zu tanken und auf die Toilette zu gehen. Die Nacht durchzufahren ist aber schon recht anstrengend und wir sind alle froh, als es endlich hell wird.
Pünktlich um 9:00 Uhr kommen wir am Samstag im Tierheim in Miskolc an.
Ich bin wirklich positiv überrascht, in welchem guten Zustand das Tierheim ist. Das Hauptgebäude ist in einem guten Zustand. Dort ist auch die Krankenstation und oben in dem Dachgeschoß ist noch ein kleiner Schulungsraum vor allem für Kinder geplant, um Ihnen den respektvollen Umgang mit Tieren nahezubringen. Wie toll. So können auch schon Kinder, den Umgang mit Tieren lernen. Schön wär’s!
Ständig reinigen Helfer die Zwinger und sie sind auch wirklich nett zu den Hunden. Im hinteren Bereich des Geländes ist noch ein neues Gebäude für die Hunde und auch ein Katzenhaus vorgesehen. So hätten die Hunde und Katzen dann nach Fertigstellung doch etwas mehr Platz. Der Neubau ist schon weit fortgeschritten und die Hunde und Katzen können sicher bald umziehen.
Man sieht, dass die Spenden auch wirklich ankommen.

Im äußeren Bereich sind auf dem Gelände Hundehütten verteilt. Dort sind größere Hunde angeleint, so dass sie sich in diesem Radius bewegen können. Natürlich bellen sie bei unserer Ankunft.

Wir werden freundlich und überschwänglich von Livia und Renata begrüßt. Renata spricht sehr gut englisch, so dass wir uns gut verständigen können.
Es folgt der erste Rundgang. Martina hat auf den ersten Blick ein kleines junges Hundemädchen an der Leine entdeckt und spielt mit der kleinen Maus. Martina verliebt sich sofort in die kleine Hündin.
Ihr nächster Gedanke ist, ob sie die Kleine nicht noch zusätzlich als Pflegehund mitnehmen könnte, da sie sich schon für Shy entschieden hatte. Der Gedanke lässt sie dann auch nicht mehr los.
Stefan und ich machen einen Rundgang an den Zwingern. Es sind total viele Welpen mit ihren Mamas in den vorderen Zwingern und auch viele ältere Hunde in dem Gebäude im hinteren Bereich.
Die Hunde kommen sofort an die Zwinger und genießen es, gestreichelt zu werden.

Was mich total verwundert ist der Umstand, dass alle Hunde total freundlich sind, obwohl viele Tiere, ganz schlimme Erfahrungen mit Menschen gemacht haben! Man kann jeden Hund streicheln. Uns werden die Hände gleich abgeleckt. Lediglich an zwei Zwingern sehen wir ein rotes Schild, auf dem etwas auf ungarisch steht. Wir vermuten, dass wir da besser vorsichtig sein sollten.
Dann kommen wir an den alten Zwingern aus dem alten Tierheim (so berichtete mir Stefan) in Miskolc vorbei. Sie stehen auf der linken Seite und sind leider etwas ungeschützt und dem Wetter ausgeliefert.
Nun bin ich es, der sich sofort verliebt. Hier sitzt Spencer. Spencer ist ein Kampfhund, der, als wir an den Zwinger kommen, sofort an die Zwingerstäbe kommt. Er bellt nicht - er knurrt nicht. Er quetscht sich ganz dicht an die Stäbe, damit wir ihn streicheln können. Spencer ist total goldig und auch ganz anders als ich es von einem Kampfhund erwarten würde. Er ist wohl eher ein Kampfschmuser.
Neben Spencer sitzt ein großer wuscheliger Hund, der ebenfalls gerne gestreichelt werden möchte und hierfür dauernd die Pfote aus dem Zwinger steckt. Das Auffälligste an ihm sind seine tollen großen und freundlichen Augen. Nun gehen mir Spencer und der Wuschelhund (es steht leider kein Schild an diesen Zwingern) nicht mehr aus dem Kopf.

Als Stefan und ich unseren Rundgang beendet hatten, kam uns Martina hocherfreut mit der Nachricht entgegen, dass die kleine Hündin, auf die sie anfangs getroffen ist, einer der Hunde sein wird, die mit uns nach Deutschland kommen werden. Es ist Carry (Bild rechts).

Und der große wuschelige Bursche ist Sasa und darf auch mit. Juchuuuu!! Wir freuen uns sehr.

Immer wieder kommen Livia und die nette englisch sprechende Renata und fragen uns, ob sie uns irgendwie helfen können oder ob uns etwas fehlt.
Wir sehen auch die Krankenstation. Dort sind einige Hunde in separaten Boxen, die schon behandelt worden sind oder auf ihre Behandlung warten. Das sieht alles schon ziemlich professionell aus.
Und auch diese Hunde sind freundlich. Man kümmert sich um alle Tiere intensiv.

Um uns herum wuseln einige von Livias Hunden. Das sind ganz quirlige kleine Hunde, die ziemlich viel Unsinn im Kopf haben.
Darunter ist auch Pami. Pami hat ihre Welpen bei Livia in der Wohnung zur Welt gebracht und Livia hat sich um sie gekümmert. Das bindet. Daher ist Pami auch immer in Livias Nähe.
Livia, so ist bei mir der Eindruck entstanden, lebt für die Hunde. Zu Hause, so hat man uns erzählt, hat sie noch viele Hunde untergebracht und sich sogar einen Zwinger dort einbauen lassen. Was für ein toller Mensch! Hut ab!! Sie wird uns Pami mitgeben. In Deutschland ist schon ein neues Heim für sie gefunden worden. Alleine dieses Verhalten zeigt, dass es ihr ausschließlich um das Wohl der Hunde geht.
So hat sie die Möglichkeit wieder einen neuen Hund bei sich aufzunehmen.
Jetzt packen wir unsere ‚Mitbringsel‘ aus. Das Ganze dauert schon seine Zeit.

Dabei bekommen wir mit, dass immer wieder Ungarn kommen, die Tiere abgeben - Katzen und Hunde - sei es weil sie gefunden worden sind, sei es weil sie sie loswerden wollen. Auch ein kleiner ziemlich kranker Hund wird gebracht. Sein Fell sieht wirklich schlimm aus. Hoffentlich schafft er es!

Es kommen auch Männer, Frauen und Kinder, die ‚sozusagen‘ Gassigeher sind. Sie holen die Hunde aus den Zwingern und gehen ein paar Meter mit ihnen.
Gassigeher hätte ich hier ganz bestimmt nicht erwartet und es macht mich schon irgendwie froh.
Nun ist auch die Hundetrainerin Szuza gekommen, die auch ziemlich gut deutsch spricht.
Sie ist auch sehr sympathisch und arbeitet auch mit den Hunden hier. Ist das nicht toll?

Stefan, Martina und mir ist noch ein kleiner grauer Hund aufgefallen, der ganz ängstlich vor der Hütte sitzt. Er heißt Silver und ist noch nicht lange da und hat eine Verletzung am Vorderbein. Sobald man in seine Nähe kommt, weicht er zurück. Auch er bellt nicht und er knurrt nicht. Ob er angefahren oder misshandelt worden ist, weiß man nicht.
Martina und ich setzen uns neben seine Hütte und sprechen mit ihm und wir freuen uns wirklich sehr, als der kleine Mann aus seiner Hütte kommt und sich von uns streicheln lässt. Er hat so liebe Augen und offensichtlich auch ein so liebes Wesen, dass wir das natürlich gerne tun. Als wir das nächste Mal zu ihm gehen, kommt er schon fröhlich wedelnd und stellt sich auf die Hinterpfoten, damit wir zu ihm kommen und ihn auch nur nicht übersehen.
Das sind Erlebnisse, die mich total glücklich machen und natürlich auch gleichzeitig traurig, ob der Gleichgültigkeit und Härte mancher Menschen.

Stefan hat nun auch schon begonnen, die Steckbriefe in die vermeintlich richtigen Boxen im Transporter zu stecken. Es kommt nämlich doch schon vor, dass die Hunde, die mit einer geschätzten Größenangabe dann in die Box gesetzt werden sollen, dann gar nicht passen, weil sie doch inzwischen grösser geworden sind oder einfach falsch angegeben worden sind.
Stefan geht da sehr professionell vor. Es soll alles stimmen und dann, wenn die Hunde eingepackt werden, so schnell wie möglich gehen.
Um ca. 12:00 Uhr ist es geschafft. Alle Spenden sind aus dem Transporter raus und alle Boxen und Zettel beschriftet und befestigt. Nun essen wir noch rasch und es geht endlich ab in das Hotel, damit wir uns etwas ausruhen können.
Abends sind wir wieder von den Ungarn zum Essen eingeladen worden. Martina und Stefan gehen mit. Ich musste mich leider ausklinken und auf dem Zimmer bleiben. Die physische und psychische Anstrengung haben mir leider einen Migräneanfall beschert und Matratzenhorchdienst war angesagt.
Martina und Stefan haben aber erzählt, dass es sehr schön war und dass das Essen wieder sehr reichlich gewesen ist.
Das Frühstück im Hotel ist absolut in Ordnung und der Kaffee trinkbar und heiß.
Nach dem Frühstück fahren wir wieder ins Tierheim. Es ist wieder der gleiche herzliche Empfang und viele, die ich am Vortag nicht gesehen hatte fragen gleich, ob es mir denn heute besser gehen würde.
Was uns hier an herzlicher Wärme entgegengebracht worden ist, ist schon wirklich bemerkenswert. So etwas findet man in ‚unserer‘ Welt nicht so oft.

Immer wieder kommt Renata und fragt uns, ob sie etwas für uns tun kann und Livia ist auch sehr aufgeschlossen. In der Anfangszeit, so berichteten Martina und Stefan, hat sie uns wohl nicht so recht getraut.
Wen wundert es? Menschen zeigen sich Livia wohl eher selten von ihrer guten Seite.
Um 12:00 Uhr fährt uns Renata zu einer Einkaufspassage, in der man auch essen kann. Es ist sehr lecker- aber auch wieder sehr reichlich. Danach holen wir den Transporter und fahren in das Hotel, um noch etwas zu ruhen.
Wir checken gegen 19:00 Uhr aus und nun geht es zum Einladen der ‚Glücklichen‘ wieder in das Tierheim in Miskolc. Als wir nun zum Tierheim kommen, ist es für mich schon etwas gewohnter. Ein Helfer ist da, den Stefan und Martina bereits kennen. Sie schildern ihn mir als einen Bären von Mann, der ein ganz großes Herz für Tiere hat und er ist auch tatsächlich sehr nett!
Wir gehen noch einmal zu allen unseren neuen vierbeinigen Freunden. Natürlich sind Spencer, Sasa und die freilaufenden oder angebundenen Hunde dabei und...natürlich Silver. Silver ist der kleine Bursche, der anfangs extrem scheu war und schon nach dem ersten Tag aufgetaut ist. Als er uns sieht, hüpft er schwanzwedelnd in die Luft. Das ist einer der schönsten Augenblicke hier. Wir freuen uns.

Was uns allerdings total schockt und die Tränen in die Augen schießen lässt, ist der Anblick eines ganz armen Teufels, der nun an einer Kette neben Silver angebunden worden ist. Es ist ein Schäferhund, der völlig zerschunden und völlig verhungert aussieht. Sein Kopf und Körper sind von Narben gezeichnet.
Seine Augen sehen sehr traurig aus.
Er heißt Pluto und so sieht er aus:

Obwohl er in einem so schlechten Zustand ist, können wir ihn streicheln. Er macht so einen schrecklichen Eindruck, dass wir uns fragen, was mit ihm geschehen sein muss und was Menschen in der Lage sind, anderen Lebewesen anzutun. Wir werden versuchen, ein neues Heim für ihn zu finden. Das steht fest!

In der Zwischenzeit ist es 20:00 Uhr geworden und wir warten auf den befreundeten Verein ‚Hand und Pfote‘, die noch Hunde für den Transport nach Deutschland mitbringen. Diese Hunde wollen wir eigentlich zuerst einladen; beschließen aber dann um 20:15 Uhr mit den Hunden hier aus Miskolc anzufangen, damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren. Alle Hunde müssen nochmals kontrolliert werden. Passt der Hundepass zu der Nummer, die über den Chip ausgelesen worden ist?

Mir ist ganz flau bei dem Gedanken, dass wir Pami mitnehmen. Sie hat ja bei Livia nun ein schönes Zuhause gehabt und sie versteht die Welt nicht, weil wir sie nun in eine Box packen. Natürlich kratzt sie an der Box und fiept. Mir hilft da nur der Gedanke, dass sie in ein schönes neues Heim kommen wird.
Als der dritte Hund in der Box sitzt, kommen auch die anderen Hunde von „Hand und Pfote“. Leider haben sie die erforderlichen Dokumente nicht komplett ausgefüllt, so dass es zu weiteren Verzögerungen kommt.
Auch jetzt bin ich wieder völlig überrascht, dass die Hunde alles ergeben über sich ergehen lassen ohne Widerstand zu leisten. Nur der Gedanke, dass diese Hunde nur noch die Fahrt überstehen müssen, um in ein neues besseres Leben zu starten, ist das was mich tröstet.
Endlich haben wir alle Hunde in ihren Boxen, alles nochmals kontrolliert und es geht los - mit ca. einer Stunde Verspätung. Wir sind froh, aber auch etwas aufgeregt und hoffen, dass die Rückfahrt störungsfrei verlaufen werde.
An dem Treffpunkt in Budapest, wo wir noch andere Hunde bekommen, sollen wir auch ‚Bim‘ bekommen. Er ist für ein endgültiges Zuhause vorgesehen. Stefan ruft daher die Kontaktperson an, um die Ankunftszeit bekannt zu geben.
Martina übernimmt die erste Tour. In Budapest warten die beiden Damen von dem befreundeten Tierheim schon, da wir ja zu spät sind und sie nicht erreicht konnten. Trotzdem sind sie überaus freundlich.
Greta, ihre Welpen und die restlichen Hunde werden überprüft und eingeladen.
Wer nicht kommt, ist Bim. Wir können die Kontaktpersonen auch nicht erreichen und fahren schließlich ca. 23:30 Uhr weiter Richtung Österreich. Jetzt fahre ich. Im Innenraum fiepseln ein paar Hunde und ein Puli bellt unentwegt. Erst nach längerer Fahrt ist alles ruhig. Das macht die Fahrt auch entspannter.
An der Grenze werden wir kontrolliert. Super .
Aber es geht dann doch reibungslos und zügig weiter. ‚Krawallo‘, so haben wir den Puli scherzhaft genannt, nimmt das natürlich zum Anlass, um wieder eine Runde zu bellen. Nach kurzer Fahrt wird wieder alles ruhig. Wir fragen uns immer wieder, warum die Übergabe mit Bim nicht geklappt hat und wie ärgerlich und enttäuschend das für die neuen Leute sein wird, die ja vielleicht auch Urlaub für den Familienzuwachs geplant hatten?
Stefan fährt bis kurz nach 6:00 Uhr. Zwischenzeitlich haben Martina und ich etwas schlafen können- ‚Krawallo‘ hat auch Ruhe gegeben.
Zum ersten Übernahmetreffpunkt in Aurach-Nord hinter Nürnberg fährt Martina. Dort steht schon ein total freundliches Pärchen, die uns wohl gleich erkennen. Hier wollen wir den ersten Welpen „Toby“ in ein neues Zuhause geben. Das Pärchen ist sehr sympathisch und wir haben das Gefühl, die kleine Maus in ein richtig schönes Zuhause zu geben

Ein tolles Gefühl! Das entschädigt uns, ich glaube, da kann ich für uns alle sprechen, für alle Anstrengungen. Erst hat der kleine Purzel etwas Angst; dann wedelt sie aber auch schon! Und wir können mit einem guten Gefühl weiterfahren.

Beim nächsten Treffpunkt bei Würzburg winkt uns schon eine Gruppe Menschen zu. Hier steigen drei Pulies aus (Krawallo ist auch dabei). Das erste Paar ist sehr hundeverständig. Sie übernehmen die beiden alten Pulies Buksi & Toto, begrüßen und tränken sie kurz und ziehen dann mit ihnen von dannen.
Der dritte Puli geht an eine Dame, die mit ihrem Sohn gekommen ist. Sie sind alle sehr gerührt und halten sich daher etwas länger mit der Begrüßung auf.

Danach fahren wir weiter. Am nächsten Halt Weiskirchen-Nord kurz vor Frankfurt wartet schon eine Pflegefamilie für Carry und Lara, einen Welpen von Nelli. Mutter und Tochter sind sehr lieb zu den beiden Hunden. Dass Carry die Pflegemama anpieselt, stört sie nicht wirklich. Sie ist trotzdem total lieb zu ihr. Carry ist auch gleich sehr zutraulich.

Und weiter geht es mit unserer kostbaren Fracht. Obwohl wir immer wieder anhalten und die Tür öffnen, bleiben die Hunde doch ziemlich ruhig. Sasa kratzt zwar an der Box, weil er nun auch etwas ungeduldig wird; aber nach 13 Stunden darf man auch schonmal ungeduldig werden.
Für mich ist die Fahrt in Medenbach zu Ende.
Hier wird noch Satchmo, der letzte Welpe von Nelli, in eine Pflegefamilie gegeben. Der Pflegepapa geht auch sehr herzlich mit dem kleinen Purzel um. Das von ihm mitgebrachte Geschirr passt zwar nicht; das ist ihm aber egal. Er setzt den kleinen gleich in die Box im Auto und ab geht die Post in ein neues Leben.

Stefan und Martina fahren nun weiter nach Limburg und picken Inka auf. Sie will unbedingt Greta und ihre Welpen kennenlernen. Für die drei sind noch zwei Treffpunkte übrig geblieben.
Der nächste Halt Königsforst-Ost ist für Sasa vorgesehen. Sasa wird da seinen neuen Menschen in sein neues Heim übergeben.
Letzter Halt ist die Ohligser Heide. Stefan schickt mir um 14:00 Uhr eine SMS, dass alle Hunde nun untergebracht worden sind.
Was für ein Wochenende! Und der Clou für mich war die Rückmeldung von Inka, heute Morgen in der Frühe.
Die neuen Leute haben schon Fotos von Sasa, der nun Tyler heißt, geschickt:

Das ist doch das absolut Größte, vergleicht man das Foto vom Anfang des Berichts und diese jetzt hier.

Für mich war das eine Fahrt, die ich ganz bestimmt so schnell nicht vergessen werde. Diese Erfahrung wird mich motivieren, noch mehr für den Tierschutz zu tun.
Ich hoffe, dass es in Ungarn auch ein Umdenken geben wird, was den Umgang mit Tieren angeht; wobei es ja hier gute Ansätze gibt und die Bestrebungen auch fruchten.
Es wird sicher nicht die letzte Fahrt nach Ungarn gewesen sein. Meine beiden Mitfahrer waren allerdings auch sehr angenehme Mitstreiter.
Vielen Dank auch noch dafür !

Marika Leichsenring

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