Erste Ungarnfahrt
von Cani F.A.I.R. (Ostern 21-23.03.2008)

CaniFAIR: Tierschutzverein der Tieren aus Ungarn hilft

Obwohl unsere erste Fahrt nach Ungarn nun stark überschattet wird von den aktuellen Ereignissen, möchte ich trotzdem gerne berichten, wie es uns ergangen ist und Euch und Sie an der ersten Fahrt teilhaben lassen.

Am Karfreitag, den 21.03.2008 trafen wir uns um kurz vor 6 in Kaarst. Wir, das waren Frank Behr, Margit Kraney, Anja Hillen und Irmgard Lacroix. Den Transporter hatten wir bereits am Vorabend beladen und er war picke packe voll mit tollen Spenden für das Tierheim. Erst beim Einladen wurde uns bewusst, wieviele Sachen zusammengekommen sind und wir danken herzlich allen Spendern. Ebenfalls der Mini von Anja war bis zum Dach gefüllt, denn wie es sich für einen VIP Transport gehört, hatten wir diesmal ein Begleitfahrzeug als Eskorte.


Sachspenden für Ungarn Futterspenden für den Tierschutz

Ganz pünktich ging es los, erstaunlicherweise ohne den Regen der Nacht, zunächst in Richtung Frankfurt, wo uns Simone Schrader und das Hildchen schon gut gelaunt und mit weiteren tollen Spenden und Präsenten erwartete.


Spenden für das Tieheim in Ungarn

Auch diese Sachen wurden noch verstaut und es kamen erste Sorgen auf, wegen der Zuladung des Wagens aber wir konnten unbehelligt bis zu unserem Hotel fahren, welches wir um 22 Uhr erreichten.

Nach einer kurzen Besprechung fielen wir alle müde in die Betten. Am Morgen des 22.03. wurden wir leider schon von heftigem Regen geweckt, der sich scheinbar auch entschieden hatte, uns den Tag über zu begleiten.

Beim Frühstück rief uns Imre schon an und warnte uns, dass es in Cegled noch heftiger sei, denn wir befanden uns noch ca. 20 km ausserhalb.

Nach einer kurzen Leckerlirunde für die Kettenhunde am Hotel und einem Stop am Tesco kamen wir im Tierheim an und begannen mit dem Entladen des Wagens und mit dem Aufbau der Boxen. Anja nahm ihren Job sehr ernst und begann sofort damit, viele Fotos zu machen, denn darum hatte ich sie vor der Fahrt gebeten. An sich hatten wir einen schönen Flyer von Cegled geplant aber nun nutzen wir die Fotos als Erinnerung an die letzten 3,5 Jahre Arbeit.


Entladen der Hundeboxen in Ungarn Futter für Hunde in Not Aktive Tierhelfer in Ungarn

Nachdem die Boxen aufgebaut und die Hundeverteilung auf die Boxen geklärt war, ging es trotz Regen zu einer Kuschel- und Leckerlirunde durch das Tierheim. Dabei hat sicherlich jeder nochmal seine persönliche Favoritenliste aktualisiert und auch sein Herz an den einen oder anderen Hund verloren.

Streicheleinheiten für ungarische Fellnasen Hunde im ungarischen Tierheim
Notfälle in Ungarn Tierheim-Notfall

Überraschend kam Kati am Mittag auf uns zu und wollte zusammen mit einer Dolmetscherin mit uns sprechen.
Frank und ich folgten der Aufforderung und uns wurde erklärt, dass Kati eine eigene Firma gegründet habe, die zukünftig die Leitung des Tierheims übernehmen solle. Eine so genannte non profit GmbH.
Uns wurde erklärt, dass man künftig nicht mehr mit Gizi und Imre zusammenarbeiten wolle und wir wurden gefragt, ob wir bereit seien, ausschliesslich mit Kati, ohne Gizi und Imre in Cegled weiter tätig zu sein. Wir waren etwas überrascht ob dieser Entwicklung, haben aber zunächst erklärt, dass es uns in erster Linie auf den reibungslosen Ablauf der Organisation und Kommunikation ankäme und dass wir grundsätzlich nicht abgeneigt seien, die Angelegenheit aber in Deutschland noch mit dem restlichen Vorstand und den Vereinsmitgliedern besprechen müßten. Auf unsere Frage, ob Kati bereit sei, parallel mit uns und mit dem Perrera e.V. zusammenzuarbeiten, bekamen wir ein klares ja. Kati hatte sich schon eine Aufteilung überlegt, wie das zu regeln sei.
Da wir von Anfang an zugestimmt hatten, uns die Arbeit im Tierheim zu teilen, hatten wir keine Einwände und wollten erstmal schauen, wie die Kommunikation mit Kati in der nächsten Zeit laufen würde.
Wir verblieben so und vereinbarten, uns in der nahen Zukunft nach der Fahrt nochmal zu unterhalten, um eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Nach einer warmen Suppe kam dann für kurze Zeit doch nochmal die Sonne hervor und wir nutzten die Zeit, weitere Fotos zu machen.

Am Nachmittag trafen wir uns bei Gizi und Imre zuhause und wie immer begrüßte uns ein buntes Rudel aus eigenen- und Pflegehunden. Sie alle sollten an diesem Wochenende nach Deutschland reisen. Kein leichter Abschied für Gizi.

Pflegestelle in Ungarn Pflegehunde Ungarische Tierhilfe vor Ort

Spontan bekamen wir von Inka noch einen Anruf mit der Frage, ob die ängstliche Anna reisefertig sei. Es hatte sich eine liebe Pflegefamilie gemeldet. Anna war fertig und wir haben sie gerne auf unsere Reiseliste mit aufgenommen. Anna war seit langem eine meiner Favoritinnen und ich habe mich besonders gefreut.

Pflegefamilie für Hündin Anna gefunden

Am Abend wurden wir bei Agnes herzlich aufgenommen und bewirtet. Wie immer hat Agnes sich große Mühe gegeben und war die perfekte Gastgeberin.

Ungarische Tierschützer Tierschützer im Ausland

Nach Kontrolle der Ausreisepapiere waren wir dann so müde, dass wir froh waren, gegen 22 Uhr wieder im Hotel zu sein.

Um 5 Uhr war die Nacht zu Ende und bei leichtem Regen ging es am Sonntag, den 23.03. wieder in Richtung Tierheim.
Nach einer Stunde waren alle vierbeinigen Passagiere sicher untergebracht. Bei Gizi flossen einge Tränen im Angesicht der vielen ehemaligen Schützlinge, die sie in unsere Obhut entlassen mußte.

Hunde für die Tierschutz-Fahrt Einladen für die Tierschutz-Fahrt

Pünktlich um 7 Uhr ging die Heimreise los. Wir sind gut durchgekommen und das Wetter hatte auch ein Einsehen mit uns, sodass wir halbwegs pünktlich an den Treffpunkten ankamen. Alle Abholer waren geduldig und pünktlich zur Stelle. Ein herzliches Dankeschön dafür.

Um 22 Uhr erreichten wir unsere Endstation in Solingen und netterweise waren sogar Astrid und Ralf zu unserer Begrüßung gekommen.

Ein Frauchen hatte sich auf den weiten Weg von Norwegen gemacht, um ihren Liebling abzuholen. Hut ab, vor soviel Engagement.

Wie wir inzwischen wissen, war die erste Fahrt von Cani F.A.I.R. leider auch gleichzeitig die letzte Fahrt nach Cegled, was uns alle sehr traurig stimmt.

Wir hoffen, dass die dortigen Tiere gute Zuhause finden werden und dass die Leitung des Tierheims ohne Gizi und Imre die richtigen Prioritäten setzen wird.

Tierheim in Cegled/Ungarn

Wir schauen nun nach vorne und freuen uns auf die nächsten Fahrten, wohin auch immer sie uns führen werden. Eins ist auf jeden Fall sicher, es werden uns immer hilfsbedürftige Tiere auf dem Rückweg begleiten.

Petra Schubert / 31.03.2008


Zur Hauptseite von CaniFAIR e.V.