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Weihnachtliche Schlittenfahrt nach Miskolc

Als Mrs. Claus in diesem Jahr die Weihnachtsleckereien für die ungarischen Tierschützer in Miskolc einkaufte, musste sie an die besonders vielen Sorgen, Probleme und Schwierigkeiten denken, die diese engagierten Menschen im Jahr 2013 bewältigen mussten. Ohne diese herzensguten Menschen, die sich für die Tiere einsetzen, sich täglich dem sehr belastenden Ergebnis menschlicher Ignoranz und Grausamkeit stellen und den sprichwörtlichen Kampf gegen Windmühlen aufnehmen, wäre auch die Arbeit von Cani F.A.I.R. unmöglich.
Daher beschloss Mrs. Claus besonders große Pakete zu packen, damit jeder der insgesamt 13 Mitarbeiter im Tierheim Lebkuchen, Schokolade, Kaffee und Stollen für sich und ihre/seine Familie fürs Weihnachtsfest haben würde, denn diese Dinge sind für sie absoluter Luxus und unerschwinglich.

Mrs. Claus kaufte also ein. So richtig. Als sie sich dann bei den Subunternehmern, die heutzutage das Zustellen der Weihnachtsgeschenke erledigen, nach den Preisen dafür erkundigte, fiel sie fast hinten über und murmelte entsetzt vor sich hin: „Für diese Preise können wir die Sachen ja auch gleich selbst mit dem guten alten Schlitten hinbringen!“
Nun wollte sie auf keinen Fall, von den vielen, gekauften Süßigkeiten auch nur ein einziges nicht nach Ungarn schicken, nur um am Transport zu sparen und der Gedanke, die Sachen nach guter alter Tradition eben selbst abzuliefern, war ja nun schon einmal gedacht…

Daher besprach sich Mrs. Claus mit ihrem Mann, Santa Claus, ob er ihr wohl für das Ausliefern der Geschenke an das Miskolcer Tierheimteam seinen alten Schlitten zur Verfügung stellen würde.

Nachdem der etwas brummelige, gute, alte Mann einwilligte, schrieb sie geschwind ein paar elektronische Zeilen an ihre KollegenInnen von Cani F.A.I.R. und berichtete von ihrem Entschluss.

Das Team fand die Idee großartig (vielleicht auch ein bisschen verrückt), denn in der heutigen Zeit kommt es nur noch selten vor, dass die Weihnachtsgeschenke in die Ferne per Schlitten überbracht werden. Die KollegenInnen im Cani F.A.I.R. Team sagten spontan ihre Unterstützung zu und Mrs. Claus konnte mit dieser finanziellen Hilfe noch mehr schöne Weihnachtssachen für die Menschen, aber auch Futter und Kekse für die Hunde im Tierheim einkaufen.

Da Mrs. Claus diese Weihnachtsfahrt gerne mit netter Begleitung unternehmen wollte, fragte sie Maria, ob sie denn wohl Lust hätte, sie zu begleiten. Auch Maria war sofort Feuer und Flamme für diese Idee und sagte spontan zu.

Die folgenden Tage waren erfüllt von weihnachtlicher Betriebsamkeit:
Hübsche große Weihnachtsgeschenktüten wurden für einen jeden der Tierheimmitarbeiter mit den gleichen süßen Geschenken, Kaffee und Tee gefüllt, Weihnachtsgrüße und herzliche Worte des Danks in ungarischer Sprache wurden sorgfältig in Weihnachtskarten gepinselt und Santa Claus überprüfte eigenhändig und gründlich den alten Schlitten, damit die beiden ‚Weihnachtsfrauen‘ sich fröhlich und sicher auf den Weg machen konnten.

Da die Tierfreunde in Miskolc sich jedes Jahr zu einer kleinen Weihnachtsfeier im Tierheim treffen, kümmerte sich Maria um weitere Köstlichkeiten und leckere Tees für das Fest und Süßigkeiten für die kalten Tage im Advent, die die Tierheimmitarbeiter beim Aufwärmen im Büro in einer kleinen Pause schnabulieren können.
Auch liebe Tierfreunde, die mit ungarischen Hunden leben, steuerten noch ein großes Geschenkepaket für das Tierheimteam bei, das mit auf die Reise gehen sollte.

Endlich waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und der Schlitten wurde mit Santa Claus‘ Hilfe bis oben hin voll gepackt.

Am Nikolaustag, Freitag früh morgens um 5 Uhr ging die Reise dann los. Wind, Schnee und Eis erschwerten die ersten etwa 200 km durch den Spessart und bis hinter Nürnberg sehr. Doch das Wetter besserte sich, je weiter sich das Gespann Ungarn näherte.

In fröhlichster Weihnachtsstimmung kamen Mrs. Claus und Maria mit Einbruch der Dunkelheit in Miskolc an und wurden von Nina und ihrer Familie sehr herzlich willkommen geheißen und sofort mit reichlich Pálinka versorgt. Nach einem leckeren Abendessen und plaudern über zumeist – naja, wie sollte es auch anders sein – die Hunde, fielen Maria und Mrs. Claus in die Betten.

Am Samstagmorgen ging es nach einem kurzen Frühstück endlich los ins Tierheim. Glöckchen klingelnd folgte der Schlitten Ninas Auto durch Miskolc, das Gespann wurde im Tierheim bereits von Livia erwartet.

Die Wiedersehensfreude war groß und nach einer sehr emotionalen Begrüßung Aller, machten sie sich daran, mit vereinten Kräften den Schlitten auszuladen. Den Tierheimmitarbeitern, Zsuzsi, Laci und Viktor war ihre große Verwunderung über die ungewöhnliche Ladung deutlich anzumerken.

Als die über 200kg Hundefutter und Kekse, das große Paket der Tierfreunde, die Süßigkeiten für das Teamfest und die vielen Weihnachtsgeschenktüten alle im Büro des Tierheims aufgebaut waren, erklärte Nina ihren Mitstreitern, dass dies alles Geschenke von den Cani F.A.I.R.s für sie seien.

Die Überraschung und Freude war allen deutlich ins Gesicht geschrieben. Auch Maria und Mrs. Claus freuten sich sehr und ein paar Tränchen der Rührung kullerten verstohlen über ihre Wangen.

Trotz all der Weihnachtsfreude musste die Arbeit im Tierheim weiter gehen und dabei wollten Mrs. Claus und Maria auf keinen Fall hinderlich sein.

Also schnappten sie sich die Kameras und weitere mitgebrachte Leckerchen und machten sich auf zu den vierbeinigen Bewohnern des Tierheims. Bei etwa 350 Hunden und 20 Katzen, die zur Zeit im Tierheim Obdach finden, gab es sehr viel zu schmusen und zu fotografieren, damit die Tiere von lieben Menschen in Deutschland, der Schweiz und Österreich auf der Cani F.A.I.R.-Internetseite gesehen werden können und hoffentlich bald ein neues Heim finden.

Bis zum späten Nachmittag gingen Maria (alias ‚Pink Panda‘) und Mrs. Claus von Hund zu Hund, von Zwinger zu Zwinger, streichelten was das Zeug hielt, verteilten Hundekekse und machten Fotos von den Bewohnern, die eine eigene, liebe Familie suchen.

Als die beiden dann letztendlich in Richtung Hotel aufbrachen, waren sie durch das klare, kalte, windige Wetter ziemlich durchgefroren und ihre roten Nasen hätten das Rentier Rudolph sicher neidisch werden lassen.

Bei einem typisch ungarischen Abendessen aus Gulyás and Tarhonya und weiterem Pálinka, zusammen mit Ninas Familie tauten die beiden dann auch schnell wieder auf und dreisprachig plaudernd verging der schöne Abend wie im Fluge.

Am Sonntag waren Maria und Mrs. Claus schon frühzeitig auf den Beinen und unternahmen einen kleinen Shoppingtrip ins Zentrum Miskolcs, bevor sie sich um 11 Uhr mit Nina, Livia und Co. im Tierheim trafen.

Es herrschte bereits emsige Betriebsamkeit, denn es war ein Spaziergang-Sonntag und die Bevölkerung Miskolcs war eingeladen, ins Tierheim zu kommen und mit den Hunden spazieren zu gehen. Einige Helfer waren bereits dabei, einen kleinen Basar mit Secondhand Büchern, Dekoartikeln usw. aufzubauen, eine Freundin des Tierheims brachte kleine Törtchen, Wasser und Tee wurden bereit gestellt und alle wappneten sich für den Besucheransturm.

Nina hatte in der Woche zuvor im lokalen Radio für diesen Tag geworben und außerdem Kontakte zu einer Recyclingfirma geknüpft, die den Tierschützern recycelbares Material abkauft. Die Besucher wurden daher gebeten, ihren ‚Müll‘ mitzubringen, sprich: Papier, PET-Flaschen, Dosen, Kunststoffdeckel, aber auch alte Kleidung und Decken.

Um etwa 13 Uhr ging es los und die ersten Besucher kamen. Fast jeder hatte Recycling-spenden dabei, einige Gäste brachten sogar Hundefutter oder Putzmittel mit, die im Tierheim ebenfalls immer dringend gebraucht werden.

Eine Schulklasse hatte sich mit dem Thema Haustiere beschäftigt, einen großen Karton mit Tiermotiven gebastelt und darin ebenfalls Futter für die Tierheimbewohner gesammelt, der nun von Eltern und Lehrern ins Tierheim gebracht wurde.

Die Tierheimmitarbeiter bezogen ihre Posten: Am Eingang, um Gäste zu bitten, sich in die ausgelegte Liste einzutragen und den Sammelplatz für die Spenden zu erklären; im Büro, um Fragen und Adoptionswünsche zu beantworten und natürlich an den Eingängen der Zwingergebäude, um Hunde zum Spazieren gehen aus ihren Zwingern zu holen.

Etwa 200 Menschen kamen an diesem Sonntag und drehten mit ‚ihren‘ Vierbeinern Runden auf dem Damm und den Wiesen hinter dem Tierheimgrundstück. Einige Leute gingen sogar ‚doppelt‘ spazieren und gaben so mehr als einem Hund die Möglichkeit, sich einmal außerhalb des Zwingers zu bewegen, nach Herzenslust zu schnüffeln und die Abwechslung zu genießen.

Nina stellte Maria und Mrs. Claus verschiedene Unterstützer des Tierheims aus Miskolc vor. Eine Ärztin, die wie der Nikolaus persönlich bepackt mit Spenden im Tierheim eintraf und eine tierliebe ungarische Dame, die einem heimatlosen, jungen, gestromten Mischlingshund in ihrer Bar Unterschlupf gewährt (was eigentlich in Ungarn verboten ist) und ihn dort liebevoll versorgt, bis er ein eigenes gutes Zuhause findet.

Das ist der noch-Bar-Bewohner ‚Tiger‘. Der ca. 6-7 Monate alte liebe Rüde suche sucht ein liebevolles Zuhause!

Auf dem Tierheimgelände ging es zu wie im Bienenschwarm: Überall sah man Menschen und Hunde gemeinsam zum Spaziergang aufbrechen, wieder zurück kommen oder in stiller Zwiesprache, schmusend zusammen hocken. Viele der Spaziergänger hatten für die Vierbeiner Leckerchen mitgebracht, die von den Fellnasen mit Wonne verzehrt wurden.

Erwachsene und Kinder standen erwartungsvoll vor den beiden Zwingergebäuden Schlange und warteten auf einen vierbeinigen Freund mit dem sie spazieren gehen durften. Die Hunde in den Zwingern fieberten ebenfalls darauf, von den Pflegern abgeholt zu werden und nach draußen vor die Tore des Tierheims zu kommen. Für die Tierheimmitarbeiter war dies eine durchaus sportliche Aufgabe. Sobald die Hunde mit Halsband und Leine ausgerüstet waren und durch die Zwingertür in den langen Gang kamen, sausten die Vierbeiner mit einem ‚Affenzahn‘ in Richtung Ausgang – und Laci, Viktor, Tamás und Kollegen hinterher.

Ein Hund nach dem anderen fand so seinen ‚Spaziergangsmenschen‘ und es wurde allmählich immer stiller in den Hundehäusern. So gut wie alle Hunde kamen an die Reihe, bis auf die ganz wenigen wirklich unverträglichen oder alten Hunde, denen diese Aufregung und der Stress nicht gut täte.

Einige Mensch-Hund-Teams zeigten sich sportlich und flitzten draußen den Damm entlang. Andere schlenderten eher beschaulich oder erfreuten sich am gemeinsamen Spazieren in kleinen Grüppchen. Ein kleiner, ob des Trubels etwas unsicherer Hundeschatz zog es auch vor, in sicherer Umarmung spazieren getragen zu werden.

Eines hatten jedoch alle gemeinsam: den glücklichen Gesichtsausdruck bei ihrer Rückkehr aufs Tierheimgelände.
Beim Beobachten der Hunde und Menschen, die gestreichelt wurden bzw. abgeschleckt, fragte sich Mrs. Claus insgeheim, wer hier eigentlich wem die größere Freude bereitet und wer wen liebkost. Hunde und Menschen schienen die gemeinsame Zeit sehr zu genießen.

Tatsächlich kamen aber nicht nur Menschen zum Spaziergang-Sonntag. Am Nachmittag tauchte plötzlich eine wunderhübsche, schwarze Hündin mit beigefarbenen Abzeichen vor dem Tierheimtor auf.

Zeitgleich traf der Besitzer einer Miskolcer Zeitung und Unterstützer des Heims mit seinen beiden Töchtern am Tierheim ein und die Hündin betrat zusammen mit ihnen wie selbstverständlich das Gelände.

Nina und Livia eilten sogleich herbei, um die Hundedame in Augenschein zu nehmen.
Die hundige Schönheit schien gesund, hatte weder Halsband noch Mikrochip-Kennzeichnung und stand gelassen, freundlich und ruhig mit der ungarischen Familie zusammen, als würde sie schon ewig dazu gehören und wäre mal eben nur zu Besuch mit ins Tierheim gekommen.

Und irgendwie war es dann auch so, denn der Zeitungsmann und die beiden Kinder entschlossen sich spontan, der Hündin ein Zuhause zu geben und sie bei sich aufzunehmen. Sie bekam Halsband und Leine und durfte gleich mit ihnen nach Hause gehen.

Das Glück über dieses vorweihnachtliche Wunder trieb Nina, Livia, Mrs. Claus und Maria Freudentränen in die Augen, als sie den Vieren nachsahen, wie die Menschen und Hund, Seite an Seite das Tierheim verließen, als ob sie schon immer zusammen gehört hätten.

Kurz und gut: dieser Nachmittag wurde ein voller Erfolg! Es kamen einige Sachspenden in Form von Futter und Reinigungsmitteln sowie Spenden für das Recyclingprogramm zusammen. Alte, nicht mehr tragbare Kleidung, die gespendet wurde, wird von den Tierheimmitarbeitern dafür verwendet, um den vielen Welpen die Hundehütten und Boxen im wahrsten Sinne des Wortes auszukleiden und behagliche, warme Nestchen zu bauen, die von den Hundekindern auch gerne mal nach Lust und Laune zerfetzt werden.

Der kleine Basar konnte einige Verkäufe zugunsten der Tiere verzeichnen. Neben hübschen Kleinigkeiten wurde auch Schokolade angeboten, die mit Werbebanderolen für das Tierheim und die 1% Steuerspende versehen war. Als Fotomodell lächelt Livias Hündin Zengö die potentiellen Käufer gewinnend von den Schoki-Verpackungen an und wirbt für Sympathie und Spenden für ihre tierischen KollegenInnen.

Doch auch der schönste Tag neigt sich irgendwann dem Ende zu. Nachdem so gegen 16 Uhr die Besucher allmählich den Heimweg antraten, die Helfer sich um das Aufräumen kümmerten und zufriedene Ruhe in den Zwingern einkehrte, wurde noch das Abendfutter und frisches Wasser an die Hunde verteilt.

Bevor alle Tierschützer nach Hause gingen, trafen sich Nina, Livia, die Tierärztin Angela und alle Tierheimmitarbeiter, die diese Sonntagsaktion möglich gemacht haben, noch einmal mit Maria und Mrs. Claus im Büro.

Nina bedankte sich im Namen aller Mitarbeiter des Miskolcer Tierheims bei Mrs. Claus und Maria, stellvertretend für das Cani F.A.I.R.-Team, für die große Hilfe, die Vermittlung vieler Hunde in liebe Familien, die fantastischen Spenden von den vielen Cani F.A.I.R.-Freunden in Deutschland und der Schweiz.
Sie betonte, dass ohne diese Hilfe, ihre Arbeit gar nicht möglich wäre und das Tierheim nicht existieren könnte. Im Anschluss an diese überwältigenden Worte überreichten Nina und Angela noch ein großes Weihnachtsgeschenk für das gesamte Cani F.A.I.R. – Team.

Nach einem sehr emotionalen Abschied von jedem Einzelnen des Tierheimteams und guten Wünschen fürs Weihnachtsfest, begleiteten Nina, Livia und Angela die beiden Cani F.A.I.R.s Maria und Mrs. Claus zum Schlitten, der vor dem Tor des Tierheims parkte. Und los ging‘s für die beiden hinaus in die Nacht in Richtung Deutschland…

… hohoho …
Fröhliche Weihnachten Euch allen
und ein gutes, gesundes neues (Tierschutz-) Jahr 2014 !!!

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